Mit 3,7 Mio. Tonnen Güter wurde in den ersten sechs Monaten 2012 in den Häfen von Basel, Birsfelden BL und Muttenz BL fast 35 Prozent mehr umgeschlagen, wie die Rheinhäfen-Direktion am Dienstag mitteilte. Mit 3,3 Mio. Tonnen wurde der Grossteil davon entladen (»gelöscht»); zum Export verladen wurden nur 0,4 Mio. Tonnen.

Die ausgewiesenen Steigerungen kamen auch dank Sonderfaktoren zustande: Neben der Sperrung war die Vorjahresperiode geprägt von Hochwasser zum Jahresbeginn und einer Niederwasserphase ab März, was die Kapazitäten auf dem Rhein drückte. Doch auch im Vergleich mit 2010 schneidet das erste Semester 2012 besser ab.

Grösste Güterkategorie sind heuer weiterhin die Mineralölprodukte mit 1,9 Mio. Tonnen Gesamt-Semesterumschlag (Importe +86 Prozent). Dahinter rangieren mit 0,43 Mio. Tonnen (+116 Prozent) Steine, Erden und Baustoffe. Der Containerumschlag stieg derweil auf 49'967 TEU- Transporteinheiten (+11 Prozent).

Für das zweite Halbjahr rechnen die Rheinhäfen angesichts der Wechselkurse und des Buchungsstandes der Seeschiffe aus Asien mit weiter steigenden Container-Importzahlen. Beim Öl drücke wohl die demnächst geplante Wiederinbetriebnahme der Raffinerie Cressier die Importe via Rhein, indes mit Verzögerung.