Der Solidaritätsmarsch für die Guggenmusiken Negro-Rhygass und Mohrekopf vom Freitagabend mobilisierte nach ersten Schätzungen rund 500 Menschen. Der Marsch wurde in wenigen Tagen organisiert, nachdem sich die zwei Guggenmusiken wegen ihres Namens beziehungsweise ihres Logos dem Rassismus-Vorwurf ausgesetzt gesehen hatten.

Nach einer tagelangen Debatte, die äusserst emotional auf Sozialen Medien ausgetragen wurde, beruhigte sich die Situation am Freitagabend: Der Obmann der Gugge Negro-Rhygass sagte gegenüber dem Regionaljournal SRF, dass man intern das Logo zur Debatte stellen würde; es zeigt derzeit die Karikatur eines Schwarzen. Derweil äusserte sich auch der Student, der die Debatte ins Rollen brachte, exklusiv gegenüber der Tageswoche. Beide Seiten zeigten sich von der Heftigkeit der Reaktionen überrascht.

Der Umzug der Guggen führte vom De-Wette-Park zum Wettsteinplatz. Auf der Wettsteinbrücke kam es zu einer Intervention von Anti-Rassismus-Aktivisten, die sich aber nach einigen Minuten wieder auflöste. Vor dem Waisenhaus endete der Zug mit einem Platzkonzert. Während der Kundgebung wurden unter anderem auch von einem in der Region bekannten Hersteller gesponserte Mohrenköpfe verteilt.

Der Liveticker zur Nachlese:

Rassismus-Debatte: Facebook sperrt die Negro-Rhygass und Mohrekopf

Rassismus-Debatte: Facebook sperrt die Negro-Rhygass und Mohrekopf

Die traditionelle Basler Guggemusig Negro-Rhygass findet sich wegen ihres Namens und ihres Logos plötzlich in einer Rassismus-Debatte wieder. Mittlerweile wurden Website und Facebook-Page deaktiviert. Auch die Facebook-Page der Gugge Mohrekopf wurde gesperrt. Das Video zeigt die beiden Guggen am Sternmarsch am Fasnachtsdienstag 2018.