Grosser Rat
Basler Regierung muss beim Landhof-Projekt nochmals über die Bücher

Das Landhof-Projekt beschäftigt die Basler Politik seit über zehn Jahren. Nun hat der Grosse Rat den Projektvorschlag der Regierung zurückgewiesen: Die Arbeit beginnt somit wieder von vorne.

Silvana Schreier
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Der Landhof aus der Vogelperspektive: Noch steht das Tribünengebäude. Der Sanierungsbedarf ist laut Bericht jedoch gross.

Der Landhof aus der Vogelperspektive: Noch steht das Tribünengebäude. Der Sanierungsbedarf ist laut Bericht jedoch gross.

zvg: Kanton Basel-Stadt

Dass sich der Grosse Rat weitgehend einig sein wird, zeigte sich schon im Vorfeld der Debatte. Mit Ausnahme der Grünliberalen entschlossen sich sämtliche Fraktionen dazu, das Projekt «Landhof für alle», das die Regierung dem Parlament vorlegte, zurückzuweisen. Das Endresultat lautete: 73 Ja-, 13 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen. Damit liegt das Geschäft wieder bei der Regierung.

Die Debatte vor der Mittagszeit verlief wie erwartet. Baudirektorin Esther Keller (GLP), die als dritte Regierungsrätin sich mit dem Landhof befasst – das Projekt begann 2010 nach der Volksabstimmung zur Initiative – zeigte sich gespannt über die Gründe der Parteien.

Tribüne soll bleiben

«Das Projekt hat einige Jahre auf dem Buckel», sagt sie. Es gehe eigentlich um die Frage, wie man den Landhof zugänglich machen könnte, damit mehr Menschen profitieren könnten. Keller:

«Momentan ist es eine Hinterhofsituation, man fühlt sich nicht eingeladen oder spaziert da einfach rein.»

Zudem machte die Regierungsrätin darauf aufmerksam, dass mit einer Rückweisung an die Regierung das gesamte Projekt wieder auf Feld eins stehe.

Für die Fraktionen ist das ein Umstand, der in Kauf genommen werden soll. Denn: Rückmeldung aus der Bevölkerung und von den Nutzenden des Landhofs hätten gezeigt, dass das aktuell vorliegende Projekt den Bedürfnissen nicht gerecht würde. SP-Grossrat Claudio Miozzari fasst zusammen:

«Wir möchten, dass ein neues Projekt ausgearbeitet wird. Der Tribünenbau soll im Zentrum des Landhofs stehen bleiben.»

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