Nach einer engagierten einstündigen Debatte lehnte es das Parlament mit 48 zu 46 Stimmen ab, die Motion der Regierung zur Stellungnahme zu überweisen. Das kantonale Finanzhaushaltsgesetz erlaubt derzeit eine Nettoverschuldung des Kantons bezogen auf das Schweizer Bruttoinlandprodukt von 6,5 Promille.

Bürgerliche Voten warnten vor der «Mogelpackung» (CVP), respektive dem «perfiden Versuch» (GLP), die 2005 hart errungene Schuldenbremse zu sabotieren. Sie wollen gegebenenfalls nicht die Steuern erhöhen, sondern nur die Ausgaben drücken. Die SP warnte, dies könnte schlimmstenfalls zur Schliessung von Schulen führen.

Die FDP drohte gar präventiv mit einem Referendum, sollte die SP- Motion durchkommen. Das Grüne Bündnis wunderte sich derweil über parlamentarisches Schattenboxen weitab realer aktueller Verhältnisse, gehe es doch Basel-Stadt sehr gut. Die Motion würde den Spardruck eher noch steigern, da niemand gerne Steuern erhöhe.