Grosser Rat
Lösungen statt Gutscheine für Junge: Parlament fordert Regierung zum Handeln auf

Gerade die junge Basler Bevölkerung leidet während der Coronapandemie besonders. Ein Vorstoss, der Gutscheine an die Jugend als Dank verlangte, wurde vom Grossen Rat jedoch verworfen.

Silvana Schreier
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Die Coronapandemie schränkte die Kontakte der Basler Kinder und Jugendlichen stark ein. Nicht wenige entwickelten psychische Probleme. Dafür sollen nun langfristige Lösungen gefunden werden.

Die Coronapandemie schränkte die Kontakte der Basler Kinder und Jugendlichen stark ein. Nicht wenige entwickelten psychische Probleme. Dafür sollen nun langfristige Lösungen gefunden werden.

Kenneth Nars

Der Vorstoss stammt aus der Feder von Jenny Schweizer (SVP). Im Grossen Rat wird die Motion, die «ein Zeichen des Dankes des Kantons an die Basler Jugend während der Coronapandemie» verlangt, unterschiedlich aufgefasst – besonders in der Ratslinke.

Laurin Hoppler (GAB) sagt, das Geld wäre mit einem Gutschein falsch investiert. Es gehe darum, langfristige Lösungen zu finden für junge Menschen mit psychischen Problemen. «Einen Dankesgutschein kann ich nicht unterstützen», so Hoppler.

Cramer will Ressourcen gezielt einsetzen

LDP-Grossrat Raoul Furlano gratuliert Hoppler zum Votum; SP-Grossrat Mahir Kabakci findet, der Gutschein würde langfristige Lösungen nicht ersetzen. Für Jenny Schweizer ist derweil klar: Regierung und Rat hätten es verpasst, Dankbarkeit zu zeigen.

Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP) weist den Vorwurf zurück. Als Regierungsrat würde er, wann immer er könne, seinen Dank und Respekt aussprechen. Jedoch nicht per Gutschein. Vielmehr müssten die Ressourcen gezielt eingesetzt werden. Der Grosse Rat überwies die Motion schliesslich nicht an die Regierung. Damit ist das Anliegen vom Tisch.