Gefordert wird unter anderem die Anerkennung des U-Abos auf allen Tram- und Buslinien, die über die Landesgrenze fahren. Zudem sollen im TNW-Gebiet gültige nationale Tickets wie das U-Abo anerkannt werden.

Die Regierung war nicht zur Entgegennahme der breit unterstützten SP-Motion bereit. Laut Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels würde sie simple Lösungen begrüssen, doch halte sie die verbindliche Motion für nicht zielführend.

Für Tarife sei nicht die Kantonsregierung, sondern der Tarifverbund Nordwestschweiz zuständig, und mitziehen müssten ja auch die Partner ennet der Grenze. Am Ende würden vielleicht Basler voll bezahlen und Auswärtige profitierten, warnte Wessels.

Nicht so recht mitziehen mochte die SVP, da die Regierung ihre Möglichkeiten ja ohnehin bereits erfolglos ausgelotet habe. Auch aus der LDP wurde ein weniger verbindlicher Anzug angeregt.

Der Motionär bestand jedoch auf einer verbindlichen Fassung. Er argumentierte auch mit Mollionen-Beiträgen von Kanton und Bund an die ÖV-Linien ins Ausland. Alle Billettautomaten drüben bezahle zudem Basel-Stadt. Da sei das bisherige Tarifregime unverständlich.