Grosser Rat
Marktplatz und Schifflände: Tram- und Bushaltestellen sollen verlegt werden

Das Basler Parlament segnet am Mittwoch die Umgestaltungspläne für die Schifflände ab. Gegenstimmen gab es kaum.

Jonas Hoskyn
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Künftig sollen alle Busse an der Schifflände an der gleichen Haltestelle verkehren.

Künftig sollen alle Busse an der Schifflände an der gleichen Haltestelle verkehren.

Sabrina Sutter

Zwischen Marktplatz und Schifflände soll aufgeräumt werden. Das Ziel ist eine Vereinfachung und Entflechtung. Konkret will die Regierung die Haltestellen Schifflände neu anordnen: Die Trams würden künftig alle in der Marktgasse halten. Die Busse werden bei der Haltestelle vor der Mittleren Brücke gebündelt. Somit wird die Eisengasse ÖV-frei. Politisch sind ausserdem Forderungen laut geworden, mehr Abstellmöglichkeiten für Velos zu schaffen und zu prüfen, ob Platz für Baumpflanzungen besteht.

Der Plan für die Anordnung des ÖV zwischen Marktplatz und Schifflände.

Der Plan für die Anordnung des ÖV zwischen Marktplatz und Schifflände.

Zvg

Der Grosse Rat beriet heute Mittwoch über das Vorprojekt. Definitiv gebaut werden kann erst in mehreren Jahren. Entsprechend wurden Stimmen laut, die Sofortmassnahmen forderten, um die Situation zu verbessern.

Im Parlament war man sich einig, dass Handlungsbedarf besteht. «Die heutige Verkehrssituation ist ungenügend», kritisierte Daniel Sägesser von der SP.

«Mit den Neuerungen wird der Perimeter sicherer und Konflikte werden vermieden.»

Auch SVP-Grossrat Beat Schaller meinte: «Wir müssen etwas unternehmen.» Allerdings brauche es mehr Massnahmen für Fussgänger zum Schutz vor rücksichtslosen Velofahrern. Konkret fordert er mehr Polizeikontrollen.

Kritische Stimmen zur Neuanordnung des ÖV gab es nur wenige. Einzig Verkehrspolitiker Beat Leuthard (Basta) monierte: «Das Projekt ist eine Zwängerei. Es hat viele Mängel, funktioniert nicht und schwächt den ÖV. Die Trams sind auf die Schlaufe angewiesen.» Wichtiger als langfristige Pläne seien «Sofortmassnahmen für unerträgliche Situation», so Leuthardt. «Wir haben aktuell drängende Probleme.»

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