Ein wahrer Kindersegen ging in diesem Jahr auf den Basler Zolli nieder. Es gab zum Beispiel Nachwuchs bei den Totenkopfäffchen, den Minipigs, den Schwarzschwänen oder den Regenbogenboas. Die spektakulärste Geburt war jene der drei Schneeleoparden. Die putzigen Kerle mauserten sich schnell zu Publikumslieblingen.

Teenager im Schneeleoparden-Gehege

Die jetzt rund neunmonatigen Tiere sind bereits im Teenager-Alter, erklärt Zoo-Sprecherin Tanja Dietrich. «Und das merkt man», hängt sie lachend an. Die drei spielen im Gehege «Fangis» und sorgen auch sonst für viel Action. Dass es sich bei den drei Jungtieren um Buben handelte, freute die Zooleute besonders. Denn im Zuchtprogramm für Schneeleoparden hat es viel zu wenige Männchen. Die Tiere sind darum begehrt und ziehen im Verlauf der nächsten Monate in andere Zoos.

Neues Projekt: Aquarium

Erfolgreich war das Zolli-Jahr auch bezüglich Bauprojekte: So konnte einerseits das Affenhaus wieder bezogen werden, andererseits wurden weitere grosse Projekte auf die Schiene gelegt. Der Zolli lancierte den Projektwettbewerb für das Ozeanium, stellte die Pläne für den Umbau des Restaurants vor, und im Hintergrund wird bereits an der neuen Elefantenanlage geplant, wie Dietrich verrät.

Obwohl die Besucherzahlen noch nicht ausgewertet sind, ist klar: Es war ein ausgezeichnetes Jahr. «Das schlechte Wetter in den Sommerferien war gut für uns, weil die Leute statt ins Schwimmbad in den Zolli gingen», sagt Dietrich. Es gibt jedoch auch Trauriges zu berichten. Zum Beispiel das Schicksal des Jungstorchs Amelios: Er starb auf seinem Jungfern-Fernflug in Spanien und kehrt darum nicht mehr nach Basel zurück.