Nach der BVB-Krise will das Grüne Bündnis, dass die Regierung Tabula rasa macht. Die Basler Verkehrs-Betriebe würden nicht zur Ruhe kommen, wenn diejenigen, die zu einem grossen Teil für die Unruhe verantwortlich seien, weiter an der Spitze blieben.

«Der Fisch stinkt vom Kopf her», sagte Basta-Grossrätin Tonja Zürcher namens der Fraktion. «Dem Verwaltungsrat fehlt offensichtlich die Fähigkeit einzusehen, dass er mit Vollgas in die falsche Richtung fährt.» Deshalb fordert das Grüne Bündnis nun, dass bei der Neubesetzung des Verwaltungsrates ab nächstem Jahr keine bisherigen Verwaltungsratsmitglieder mehr gewählt werden.

Diese Forderung schliesst die grüne Politikerin Mirjam Ballmer mit ein, die aktuell als Vize-Präsidentin des Verwaltungsrats amtet. Ballmer war lange Jahre das Aushängeschild der Basler Grünen, bis sie aus privaten Gründen nach Fribourg zog. Ihr Mandat als Verwaltungsrätin übt sie jedoch weiter aus und würde – wie sie kürzlich ankündigte – auch gerne weitermachen.

Pikant: Als Ballmer anfangs Juli vorübergehend interimistisch als Verwaltungsratspräsidentin amtete, jubelte das Grüne Bündnis in einer Medienmitteilung: «Mirjam Ballmer ist ‹oberste Drämmlerin›.»

Den Zorn ihrer früheren Kollegen hat sich Ballmer wohl zugezogen, als sie vergangene Woche versuchte, das schlechte Betriebsklima und die bisherige Untätigkeit der BVB-Spitze zu relativieren. Ballmer wollte sich auf Anfrage nicht weiter äussern.