Insgesamt wollen die beiden Basel rund 295 Millionen Franken in die vollständige Erneuerung der 1982 eingeweihten Anlage investieren. Die von der ProRheno AG betriebene ARA in Kleinhüningen läuft seit einigen Jahren an der Belastungsgrenze und überschreitet immer wieder Grenz- und Richtwerte des Gewässerschutzrechts.

Konkret soll die ARA Basel unter anderem um zusätzliche Teile zur Reduktion von Stickstoff sowie von Mikroverunreinigungen ergänzt werden. Zudem soll künftig das aus der Klärschlammfaulung gewonnene Biogas in das städtische Gasnetz eingespiesen und die Photovoltaikanlage ausgebaut werden.

Der Kanton Basel-Stadt übernimmt mit 234,6 Millionen Franken rund 83 Prozent der Ausgaben, weil im Stadtkanton der grösste Teil des in der ARA Basel gereinigten Abwassers entsteht. Davon soll ein erwarteter Bundesbeitrag von 22,2 Millionen abgezogen werden.

47,7 Millionen Franken brutto entfallen derweil auf den Kanton Basel-Landschaft. Der Landrat hatte diesen Anteil am 13. September einstimmig gutgeheissen. Der Grosse Rat hat nun seinen Beschluss ebenfalls einstimmig gefasst - bei 25 Abwesenden.

Die umfangreichen Bauarbeiten sollen unter laufendem Betrieb stattfinden. Die Inbetriebnahme ist für den Herbst 2024 vorgesehen.

Das Einzugsgebiet der ARA Basel reicht neben Basel-Stadt im Nordosten bis Inzlingen (D) und im Südwesten bis Neuwiller (F) und Oberwil. Angeschlossen sind rund 270‘000 Einwohnerinnen und Einwohner