Mit der Kostenbeteiligung der Gemeinde steht dem Neubau der Kirche Bettingen finanziell nichts mehr im Weg. Der Neubau kostet insgesamt 3 Millionen Franken. 2,1 Millionen Franken wurden über Spenden eingenommen. 400'000 Franken sprach vor zwei Wochen die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Basel. Weitere kleinere Beträge sind auf Baubeginn zugesagt. Die Gemeinde erhält für die Kostenbeteiligung ein 40-jähriges kostenloses Nutzungsrecht der Kapelle im Kirchenneubau für Abdankungen. Der Kostenbeitrag war an der Gemeindeversammlung unbestritten.

Die bestehende Kirche, im Volksmund stets «s’Kirchli Bettige» genannt, kam 1962 als Provisorium aus dem Neubadquartier. Das Provisorium blieb bis heute bestehen. Das Kirchli ist inzwischen derart baufällig, dass sich eine Totalrenovation nicht mehr lohnt. Es kam zudem vermehrt zu Kapazitätsengpässen. Es wurde für Gottesdienste und Abdankungen errichtet, aber nicht als ein Begegnungszentrum im erweiterten Sinne, als das es zuletzt immer öfter diente. Heute ist es ein Treffpunkt für alle Generationen. Aus Platzgründen mussten der Seniorenmittagstisch in ein Café und die Sonntagsschule in ein Mehrfamilienhaus ausgelagert werden.

Das neue Kirchli soll vielfältiger nutzbar werden. Das Erdgeschoss besteht aus einem Foyer mit Garderobe, einem Andachtsraum und einer kleinen Sakristei. Die zwei Räume im Untergeschoss können getrennt voneinander oder als ein ganzer Raum genutzt werden. Dazu kommen ein separat erschlossener Jugendraum und eine Küche. Der Bau verfügt über ein Solardach und eine Erdsonde.

Neuer Spielplatz

Die Gemeindeversammlung stimmte mit grossem Mehr beiden Varianten zur Aufwertung des Schulhaus-Aussenraumes zu. Für insgesamt 1,5 Millionen Franken bekommt der schwarze Platz einen roten Tartanbelag mit Sportlinien, der Aussenraum des Kindergartens wird kindsgerecht aufgewertet, und der Schulhauszugang erneuert. Dazu ist ein neuer gedeckter Bereich vorgesehen. Der in die Jahre gekommene öffentliche Spielplatz soll zu einem «Ort der Begegnung mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Generation» werden. Der Aussenraum des Schulhauses wird zum Dorfplatz hin geöffnet und so zugänglicher gemacht.