Die GLP begründet ihre Kandidatur damit, dass sie Fetz keine stille Wahl gönnen will. Die 58-Jährige tritt im Herbst für eine vierte Amtsperiode an. Sie ist seit 2003 Ständerätin.

Die GLP-Versammlung nominierte Wüest-Rudin ohne Gegenstimme, wie die Partei mitteilte. Der 45-jährige Unternehmensberater ist gelernter Politologe und Soziologe. Er war von 2009 bis 2013 im Kantonsparlament und ist im laufenden Jahr wieder nachgerückt.

Die anderen Bürgerlichen hatten zuvor auf eine Ständeratskandidatur von Erziehungsdirektor und alt-Nationalrat Christoph Eymann (LDP) gehofft, der auch Nationalrat werden will. Dessen Bedingung, dass das ganze rechte Lager geschlossen hinter ihm stehen müsse, erfüllte sich jedoch nicht. Die FDP fürchtete bei einer Doppelkandidatur Eymanns für beide Kammern um ihren Nationalratssitz von Daniel Stolz.

Eine Ständeratskandidatur angekündigt hatte bisher neben Fetz bloss der völlig chancenlose Rechtsaussen-Querschläger Eric Weber. Definitiv werden die Kandidaturen im Stadtkanton erst mit Ablauf der Anmeldefrist, die am 24. August um 9 Uhr endet. Der einzige baselstädtische Sitz in der kleinen Kammer ist seit 1967 fest in SP-Hand.