Für einen Einpersonenhaushalt steigt der Grundbedarf um 11 Franken auf 997 Franken, wie das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) am Donnerstag mitteilte. Der Mietzinsbeitrag für einen Einpersonenhaushalt wird zudem um 70 Franken auf maximal 770 Franken erhöht. Für Haushalte ab fünf Personen steuert die Sozialhilfe höchstens 100 Franken mehr pro Monat an den Mietzins bei.

Mit dieser Anpassung der Unterstützungsrichtlinien orientiert sich Basel-Stadt wie gesetzlich vorgegeben an den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos), wie das WSU festhält. Die Skos und die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) empfehlen, den Grundbedarf in der Sozialhilfe der Teuerung anzupassen.

Die beiden Gremien schlagen dabei eine Erhöhung um 1,1 Prozent bis spätestens 1. Januar 2020 vor. Basel-Stadt setzt diese Empfehlung nun ein halbes Jahr früher um.

Die Sozialhilfe gab in letzter Zeit landesweit zu Diskussionen Anlass. Im Kanton Bern sprach sich das Stimmvolk im Mai gegen eine Kürzung der Sozialhilfe aus.

Im April lehnte der Basler Grosse Rat eine Motion der SP für eine über den Teuerungsausgleich hinaus gehende Erhöhung ab. Aufgrund einer Studie, die den Grundbedarf als viel zu tief beurteilt hatte, wurde erfolglos dessen Erhöhung auf 1082 Franken verlangt.