Die unter medialem Dauerbeschuss stehende Baselbieter Regierungsrätin Monica Gschwind, ihr politisch am meisten polarisierender Basler Regierungskollege Hans-Peter Wessels und aus dem Wallis Christian Constantin, Fusstritt-Spezialist und Rekordhalter bezüglich Entlassungen von Fussballtrainern. Das ist das illustre Trio, das sich die Zofinger für ihr Conzärtli ausgewählt haben. Die beiden Lokalpolitiker haben ihre Anwesenheit zugesagt, während die dritte Lyyche kaum in Basel in Erscheinung treten wird. Macht nichts, versteht sie doch als Fremdsprachige nichts von dem, was über sie persifliert und gelästert wird.

Der versteckte Wortwitz

Bei der gestrigen Medienpräsentation wurde in Erinnerung gerufen, dass dieses Spektakel bereits zum 129. Mal inszeniert wird. Damit ist das Zofinger Conzärtli Basels älteste Vorfasnachtsveranstaltung. Die angehenden Akademiker sind bekannt für ihren manchmal versteckten Wortwitz, aber auch für träfe und eindeutige Aussagen. Öfters mal auch knallhart und bis an die Grenzen gehend. «In biertrunkener Ausgelassenheit, aber auch in Momenten erschreckender Nüchternheit werden Szenen geschrieben, Requisiten gezimmert und Gesänge eingeprobt», ist im Programmheft zu lesen.

In der Nacht auf heute wurden in der Innenstadt in einer Geheimaktion zahlreiche Veranstaltungsplakate an die Hauswände gepappt. «Mordnacht» wird diese spezielle Art von Veranstaltungsankündigung genannt. Seit dem Jahr 1942 bereits.

Wer die illegal angebrachten Plakate sofort wieder weghaben will, der soll sich jetzt per E-Mail melden: mordnacht18@gmail.com.

Zofingerconzärtli, 1. bis 3. Februar, 20 Uhr, im Congress Center Basel. Bryys: 35 Frangge, Vorverkauf IWB City Center in dr Staine 20.–