Basel
Gundeliquartier-Inhaber: «Schwierig, in Basel etwas Kreatives zu schaffen»

Im Restaurant Pfifferling Deli sprachen am Donnerstag verschiedenen Parteien über die Situation der Hauptverkehrsachse im Gundeli. Lösungsansätze sollen für die Güterstrasse aber erst 2014 kommen.

Jasmin Grasser
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Die Güterstrasse im Gundeli-Quartier soll aufgewertet werden.

Die Güterstrasse im Gundeli-Quartier soll aufgewertet werden.

Kenneth Nars

Es war eine kleine Runde, die am Donnerstag zur Znünipause im Restaurant Pfifferling Deli an der Güterstrasse sass. Beatrice Isler, Präsidentin des Neutralen Quartierverein Gundeldingen, Olivier Wyss, Projektkoordinator der Stadtentwicklung Gundeli Plus und Christian Speck, Co-Inhaber des Restaurants und Initiant der Veranstaltung. «Ich wollte mit diesem Gespräch den Dialog mit der Stadt suchen», sagt der gelernte Innenarchitekt Speck über den Grund für die Veranstaltung.

Es sei schwierig, in Basel etwas Kreatives auf die Beine zu stellen, weil man immer wieder über Auflagen und Dienststellen stolpern würde. «Es braucht sehr viel Aufwand und Eigeninitiative, um seine Pläne umzusetzen.»

Keine weiteren Umbauten

Wyss relativiert. «Wir mussten bei der Güterstrasse viele Kompromisse eingehen, um die vielen Gegebenheiten und Ansprüche zu berücksichtigen», sagt er. Die Strasse werde trotz der Misstöne zwischen Bevölkerung, Nutzer und Verwaltung nicht mehr weiter umgebaut. «Allenfalls kleine Änderungen sind vorstellbar.»

Heute gäbe es vor allem zwei Hauptprobleme, eines davon ist das wilde Parkieren der Autos. «Weil die Trottoirs auf beiden Seiten abgesenkt sind, stellen viele ihr Auto auch ausserhalb der markierten Felder ab. Das verschmälert die Strasse. Dies führt zum zweiten grossen Problem auf dem Boulevard: «Viele Velofahrer fühlen sich durch die engen Verhältnisse unsicher.» Das neue Verkehrskonzept Gundeldingen sehe deshalb auch Verbesserungen für den Veloverkehr im Gundeli vor, sagt Wyss.

Weitere Gespräche in Planung

Das wilde Parkieren sorgt auch bei den Boulevardpächtern für Unmut, weil zwischen ihren Tischen und den Autos beinahe kein Durchkommen mehr ist. «Für Personen mit einem Kinderwagen ist auf dem Trottoir bei solchen Situationen kein Platz mehr», sagt Isler.

Speck versuchte diese Situation selbst zu klären und stellte seine Kundenstopper ausserhalb seines gemieteten Bereichs auf. Zwar verhinderte er damit, dass vor seinem Restaurant geparkt wird – doch die Behörde beanstandete die Eigeninitiative und verwies Speck auf die von ihm gemietete Fläche.

Die Situation des Pfifferling Deli zeigt im Kleinen, wie schwierig die Situation auf der Güterstrasse ist. Das Präsidialdepartment kennt die Problematik: Im August wird Olivier Wyss mit Vertretern der Allmendverwaltung und der Interessengemeinschaft Gundeli an einen Tisch setzen.

Es sollen dabei kurzfristige Massnahmen und ein gemeinsames Projekt zur attraktiveren Nutzung der Allmend geprüft werden, sagt er. Denn die weiteren Entwicklungen, auch eine allfällige Anpassung der Allmendgebühren für die Nutzung der Güterstrasse sind abhängig von dem Gesetzesvorschlag über die Nutzung des öffentlichen Raums, der noch im Grossen Rat behandelt wird.

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