Dass die Infrastruktur im Naturhistorischen Museum wie auch im Staatsarchiv nicht mehr den heutigen Anforderungen genügen, wird kaum bestritten. Die meisten Parteien unterstützen denn auch die Neubaupläne, über welche Basel-Stadt am 19. Mai abstimmt. Nur SVP und FDP sind dagegen. Ihnen sind vorab die hohen Kosten ein Dorn im Auge.

Deutlich umstrittener ist dagegen das Ozeanium, auch innerhalb der einzelnen Parteien, gleich deren drei haben Stimmfreigabe beschlossen. Während die GLP in der Erweiterung des Zollis als Bildungs- und Forschungseinrichtung wie auch als Kulturangebot für Basel einen Gewinn erkennt, sind die Grünen klar dagegen. Man könne nicht den Klimanotstand ausrufen und gleichzeitig ein Ozeanium bauen. Dieses verbrauche so viel Energie wie 1400 Haushalte.

Einen schweren Stand haben dürfte auch die Topverdiener-Initiative der Juso, mit der die höchsten Einkommen stärker besteuert werden sollen. Bis weit in die politische Mitte hinein stösst das Anliegen auf Ablehnung.

Noch schwerer hat es wohl die CVP-Krankenkassen-Initiative. Sie reisse nicht nur ein 200-Millionen-Loch in die Staatskasse. Die CVP begehe damit auch Wortbruch. Im Rahmen des «Basler Kompromisses» zur Steuervorlage 17 hatte die Partei nämlich angekündigt, die Initiative zurückzuziehen. (dba)