Herbstmesse

Haben Sie genug von Magenbrot und Co.? – Wir haben drei kulinarische Neuheiten getestet

Das Essen an der Basler Herbstmesse lässt keine Wünsche offen. Doch neben den beliebten Klassikern wie Magenbrot oder Chäsbängel gibt es auch dieses Jahr einige Newcomer unter den Fressständen zu entdecken. Wir haben drei für Sie getestet.

Lángos am Messeplatz

Ungarische Kalorienbombe

Wikipedia preist Lángos als ungarische Spezialität an, die vor allem als Zwischenmahlzeit serviert werde. Der bz-Testesser gönnte sich die mit Sauerrahm, Käse und Schinken belegte Variante für zehn Franken und war bereits nach der Hälfte satt. Allerdings noch nicht ganz satt, sondern dieses typische Herbstmesse-Völlegefühl, bei dem immer noch ein Bissen geht und bei dem man ständig an der Grenze zu «Jetzt ist mir schlecht» kratzt. Der Grund dafür dürfte im frittierten Brotteig, der als Unterlage dieser Spezialität dient, liegen. Er gibt dem Fladen aber auch die spezielle, sehr angenehme Konsistenz, die nach jedem Biss nochmals Lust macht. Fazit: eine Bereicherung für die Herbstmesse. (huf)

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The Beef Balls-Factory bei der Kaserne

Klopse und handgemachte Chips

Liebevoller gedrechselt werden die Kartoffelchips an der Herbstmesse wohl sonst nirgends. Am «Beef Balls-Factory»-Stand werden die Beilagen würdevoll von Hand gemacht. Die ergänzen die Portionen der kleinen Fleischbällchen bestens. Als leichte Verköstigung zwischendurch ideal – für den grossen Hunger allerdings greift man tiefer in die Tasche. Wobei: Fleischbällchen machen ja schnell satt. Die kleinen Kugeln gibt es in verschiedenen Varianten, auch die scharfen sind angenehm auf der Zunge. Der Stand ist neu an der Herbstmesse, und entsprechend neu kommt das Interieur daher. Da ist es fast schon schade, dass er eher am Rand des Kasernenareals steht. (ans)

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Spearman’s WrapHotDog an der Rosentalanlage

Hotdog küsst Wrap

Anstatt in das altbekannte Weissbrot hüllt sich das Hotdog-Würstchen bei «Spearman’s» in ein Wrap. Dazu gibts Sauce, Speck und Rinderhack. Beim herzhaften ersten Biss vermisst die Testesserin das klassische Hotdog-Brot. Der Inhalt hingegen lässt nichts vermissen. Drei Mal Fleisch und dazu noch Sauce – das ist eher zu viel als zu wenig. Die aussergewöhnliche Kombination aus Hotdog und Wrap brachte die Standinhaberin Conny Spearman von Los Angeles mit nach Basel. Leider ist es beim Essen wie mit der Liebe: Den Partner fürs Leben findet man nicht so ohne weiteres. Wrap und Hotdog müssen auf jeden Fall noch etwas daran arbeiten. (hel)

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