Basel

Härtefallgesuche von drei Sans-Papiers bewilligt

Sans-Papier Protest: Kein Mensch ist illegal

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Das lange Warten hat ein Ende: Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat drei Härtefallgesuche von Sans-Papiers aus dem Kanton Basel-Stadt gutgeheissen, wie die Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel mitteilte.

Die Sans-Papiers Beto, Marta und Meire, die alle seit vielen Jahren hier gelebt haben, erhalten in den nächsten Wochen ihre Bewilligungen. Die drei sind erleichtert. Sie müssen sich nicht mehr länger in der Illegalität verstecken, sondern werden Teil der Gesellschaft. «Das ist das grösste Weihnachtsgeschenk, das ich je erhalten habe», sagt Meire.

Das vierte Härtefallgesuch, das ans Staatssekretariat für Migration überwiesen wurde, ist noch in Bearbeitung. «Der Fall ist etwas komplizierter, weil die Person schon einmal ein Asylgesuch eingereicht hat», sagt Fabrice Mangold von der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel.

Für die Mitarbeitenden der Anlaufstelle kam der Entscheid aus Bern wenig überraschend. Das SEM hatte in vergleichbaren Fällen in anderen Kantonen schon zugunsten der Sans-Papiers entschieden. «Der Entscheid ist aber umso wichtiger, da nun die Härtefallpraxis im Kanton Basel-Stadt angepasst werden kann», sagt Mangold. Es sei davon auszugehen, dass der Kanton die Härtefallregelung öffne und auch die bisher lediglich anonym eingereichten Gesuche nochmals prüfe.

Der Entscheid hat eine lange Vorgeschichte: Beto, Marta und Meire haben ihre Gesuche zusammen mit anderen Sans-Papiers vor über zwei Jahren eingereicht. Das kantonale Migrationsamt lehnte die Gesuche diesen Sommer ab. Daraufhin wurde die Härtefallkommission einberufen. Sie beurteilte die Fälle erneut und hat Ende September empfohlen, sie ans SEM weiterzuleiten. (NLA)

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