EuroAirport
Halle 2 des EuroAirports ist fertig umgebaut

Die erste Umbauphase des EuroAirports ist abgeschlossen. Dabei wurde Wert auf viel Licht gelegt. Denn hell soll es im umgebauten Euro-Airport Basel Mulhouse (EAP) sein. Dies ist der französischen Architektin geglückt.

Muriel Mercer
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Umgebauter EuroAirport
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EuroAirport Beim Check-In stellen sich die Passagiere künftig in einer angenehm beleuchtetet Halle in die Schlange.
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Kenneth Nars

Die Räume sollen Freundlichkeit, Wärme und Ruhe ausstrahlen. Diese angenehme Atmosphäre zu erreichen, ist eines der Hauptziele der Arbeiter, die seit Dezember 2010 die Hallen umbauen. Keine einfache Aufgabe, denn im EAP treffen zwei Kulturen - die der Schweizer und die der Franzosen - aufeinander.

Die französische Architektin Isabelle Mallet nahm diese Herausforderung an. Am heutigen Donnerstag präsentierte sie vor den Medien die fertig renovierte Halle 2 des Flughafenterminals auf der französischen Seite sowie den Salon des Aviateurs im 4. Stock. «Ich habe bei meiner Planung immer daran gedacht, dass der Passagier im Mittelpunkt steht.» Dieser muss sich im Flughafen schnell zurecht finden und sofort an die für ihn wichtigen Informationen herangeführt werden, sobald er das Gebäude betritt.

Verbindungsachse geschaffen

Kurzum: Die Hallen 1 und 2 wurden vergrössert, indem man die Trennwand herausgerissen hat. «Der Vorteil des EAP ist dessen Kompaktheit», führte Mallet aus. Der Weg vom Parkplatz auf die Piste sei sowohl auf der Schweizer als auch auf der französischen Seite nicht weit. «Mit der Öffnung der Hallen 1 und 2 wird eine echte Verbindungs- und Drehachse für die Empfangs- und Eincheck-Funktionen der Passagiere beider Länder geschaffen.» Diese Politik werde ja seit dem Schengen-Abkommen der Schweiz aus dem Jahr 2009 auf dem Flughafen bereits umgesetzt. Zudem flutet jetzt durch die fehlende Wand mehr Licht von draussen in die Hallen.

Überhaupt wird im umgebauten Euro-Airport grossen Wert auf Licht gelegt. Deshalb wurde eine Lichtdecke mit wechselnder Beleuchtung in weiss und blau installiert. «Dieser Effekt erinnert an den Himmel», erklärt Mallet. Die Idee hat die Architektin vom Kunstmuseum in Rom übernommen. Die Pfosten reflektieren gleichzeitig den Lichtstrahl aufgrund des sich spiegelnden Materials, das über sie gezogen wurde.

Wände absorbieren Lärm

Auch der Lärmpegel sollte gedämpft werden, nahm sich Mallet vor. Denn wo Tausende von Menschen täglich ins oder aus dem Flugzeug steigen, entsteht viel Stimmengewirr. Mallet konstruierte also dünne Ritzen in die Wände, die nun einen Grossteil dieser Geräusche schlucken.

Zum heutigen Zeitpunkt sind etwa 40 Prozent der Umbauarbeiten abgeschlossen - die ganze Renovation soll im Dezember 2012 fertig sein. Der Umbau sei deswegen notwendig gewesen, weil der Euro-Airport mittlerweile nicht mehr als regionaler, sondern als nationaler Flughafen gelte, erklärte Flughafen-Sprecherin Vivienne Gaskell abschliessend. «Bis Ende Jahr rechnen wir mit über 4,7 Millionen Passagiere, die in Basel im 2011 gelandet oder gestartet sind. Bei 5 Millionen zählt man definitiv zu den internationalen Flughäfen.»

Mallet ist zufrieden: «Die Passagierströme werden im neuen Flughafengebäude nun gut aufgefangen und wegen des grosszügigen Baus direkt an die richtigen Orte geführt.»

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