Fussball
Hannover-Sportchef in Basel: Wechselt Murat Yakin in die Bundesliga?

Der deutsche Budesligist Hannover 96 befindet sich nach der Entlassung von Mirko Slomka auf Trainersuche. Neben prominenten Namen soll auch FCB-Coach Murat Yakin ein möglicher Nachfolger sein.

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Murat Yakin zu Hannover 96?
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Stand zuletzt oft in der Kritik: Murat Yakin.
In der Champions League überraschten Yakin und der FC Basel mit zwei Siegen gegen Chelsea.
Yakin lief bereits als Spieler in der Bundesliga auf.

Murat Yakin zu Hannover 96?

Keystone

Martin Kind, Präsident bei Hannover 96,ist es nicht gewohnt, Absagen zu bekommen. Der schier allmächtige Präsident von Hannover 96 leitet ein Hörgeräte-Unternehmen mit 600 Filialen und Umsätzen in dreistelliger Millionenhöhe, er pflegt einen autoritären Führungsstil.

Bei der Suche nach einem neuen Trainer für seinen Verein allerdings tut er sich schwer. Ein Korb folgt dem anderen, fast scheint es, als duckten sich die Kandidaten nach dem fragwürdigen Schauspiel mit Mirko Slomka weg.

Dennoch stehen auf der Liste prominente Namen wie Stefan Effenberg, Fred Rutten (ehemals Schalke 04) oder Murat Yakin. Yakin scheint favorisiert, in Basel soll bereits 96-Sportdirektor Dirk Dufner gesichtet worden sein. «Ich empfehle eine mutige Entscheidung», sagte Kind, er blicke auch über den Tellerrand hinaus: «Der deutsche Markt ist überschaubar. Wir gucken schon europäisch.»

Ausstiegsklausel für die Bundesliga

Yakin selbst möchte sich nicht an den Spekulationen beteiligen. «Ich geniesse die Ferien, habe hier in Basel einen gültigen Vertrag», sagte er gegenüber «Blick». Dieser läuft noch bis Juni 2014, in den letzten Monaten berichteten mehrere Medien immer wieder von atmosphärischen Störungen im Klub.

So deutet nur wenig auf eine Vertragsverlängerung mit dem aktuellen Trainer hin. Auch deutsche Medien sehen Yakin als Favorit für den Job beim 13. der Tabelle. «NDR.de» berichtet, dass Hannover keine Ablösesumme für Yakin bezahlen müsste. Er soll in seinem Kontrakt mit dem FC Basel eine Ausstiegsklausel für die Bundesliga haben.

Lauter Absagen für Hannover

Yakin und Deutschland? Da war doch schon einmal was. Genau: Als Verteidiger absolvierte der junge Yakin eine Saison für den VfB Stuttgart, wo er 23 Mal zum Einsatz kam. Später, vor seiner letzten Rückkehr als Spieler zum FC Basel, stand Yakin bei Kaiserslautern unter Vertrag.

Vier (deutsche) Trainer haben bereits auf verschiedenen Wegen abgewunken: Thomas Schaaf sagte Kind persönlich ab, André Breitenreiter vom SC Paderborn via Facebook («Der Zeitpunkt ist nicht der richtige»), Ralf Rangnick über seinen Berater, Frank Kramer von der SpVgg Greuther Fürth ließ seinen Vereinspräsidenten Helmut Hack sprechen.