Wohnen

Hausbesetzung Hardstrasse: Besetzer weg, Symbole bleiben

Die Geschichte wird bizarr: Nach einer Besetzung am Mittwochmorgen haben sich die Hausbesetzer an der Hardstrasse im Verlauf des Nachmittags wieder zurückgezogen. Die Polizeipräsenz mahnte sie zur Vorsicht.

Die Hausbesetzer der Hardstrasse 112-116, die heute Morgen in den Liegenschaften zugegen waren, teilten am Nachmittag mit, dass das Haus geräumt werde. Die Basler Polizei war zwar vor Ort, aber ohne Räumungsauftrag, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagt. Die Polizei habe Kenntnis der Situation und sei vor Ort, um die Situation zu beobachten. 

Nun schreiben die Besetzer in einer weiteren Mitteilung: "Wir haben das Haus vorerst verlassen, da wie angenommen mit dem Besitzer kein Kontakt aufzunehmen war." Die letzte Besetzung habe gezeigt, dass die Anwesenheit während einer Räumung zwei Tage Gefängnis sowie Anzeigen und Geldstrafen bedeuten könne, was ihrer Ansicht nach klar unverhältnismässig sei, "siehe Gärtnerstrasse 2017", wie sie weiter schreiben.

Leere Liegenschaften bleiben leer

Zwischenzeitlich schrieb die TagesWoche von der Möglichkeit einer "Phantombesetzung". Man klopfe, rufe, aber niemand zeige sich. Auch als die bz vor Ort war, wurde auf die Kommunikation per E-Mail verwiesen. Doch der bz schickten sie Bilder vom Inneren der Liegenschaften.

Die Liegenschaft hat eine bewegte Geschichte und war schon einmal besetzt - bis geräumt wurde. Jetzt sind die Hausbesetzer wieder da: Die IG Bedingungsloses Wohnen hat die Häuser an der Hardstrasse 112-116 in Basel wieder besetzt. Dass die Liegenschaften seit 17 Jahren praktisch leerstehen würden, sei für sie kein Zustand.

Wie die IG in einer Mitteilung an die Medien schreibt, war bereits 2016 ein Künstlerkollektiv in den Häusern. Dies, nachdem bereits 2013 der Quartierverein St. Alban-Gellert aktiv geworden war und politisch Druck gemacht hatte, weil die Eigentümerin, die Spaini Bau AG, die Häuser leerstehen liess.

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