Die linke Gruppierung Basta hatte Anfang März die Grünen kritisiert und damit gedroht, die Zusammenarbeit der beiden Parteien zu beenden. Unter dem Label Grünes Bündnis treten Basta und Grüne in Basel-Stadt bei Wahlen gemeinsam an und bilden im Basler Grossen Rat eine Fraktionsgemeinschaft.

Gegenüber der «Schweiz am Sonntag» kontern die Grünen nun die Aussagen der Basta. «Die Kritik ist undifferenziert», sagt die Fraktionspräsidentin und frühere Parteipräsidentin Anita Lachenmeier. Auch die aktuelle Co-Präsidentin und Grossrätin Elisabeth Ackermann kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen.

Recherchen zeigen: Der Konflikt der beiden Parteien schwelt schon seit geraumer Zeit. Erstmals an die Öffentlichkeit drangen die Spannungen Anfang 2012. Zum Ärger der Basta stellte sich der grüne Regierungspräsident Guy Morin damals hinter seinen Stadtentwickler Thomas Kessler. Dieser hatte einen Grossteil der Asylbwerber als «Abenteuermigranten» abqualifiziert und damit schweizweit für Beachtung gesorgt. Bei verschiedenen wichtigen Sachgeschäften kämpften Basta und Grüne in den vergangenen Jahren nicht Seite an Seite, sondern gegeneinander.