Katzentrog
Heimatlose Büsis dürfen sich freuen: «Nur» fünf Jahre Gnadenfrist für Basler Katzenpapi

Tierfreunde haben Grund zum Feiern. Der Katzenpapi Sascha von Sawilski darf die nächsten fünf Jahre seine Futter- und Schlafstelle weiterführen. Doch dies ist ihnen zu wenig.

Leif Simonsen
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Der Katzenpapi Sascha von Sawilski darf die nächsten fünf Jahre, seine Futter- und Schlafstelle weiterführen. (Symbolbild)

Der Katzenpapi Sascha von Sawilski darf die nächsten fünf Jahre, seine Futter- und Schlafstelle weiterführen. (Symbolbild)

Unmut Man könnte erwarten, die Tierfreunde machten eine Flasche Champagner auf. Das Basler Veterinäramt erlaubt dem Katzenpapi Sascha von Sawilski für die nächsten fünf Jahre, seine Futter- und Schlafstelle weiterzuführen, die sie ihm zunächst verboten hat. Fünf Jahre sind doch viel, wenn man bedenkt, dass eine Katze im Schnitt sieben Jahre alt wird. Aber bei der Schweizerischen Hunde- und Katzenrettung sitzen Menschen in der Kommunikationsabteilung und nicht Katzen. Und weil Menschen heutzutage fast hundert Jahre alt werden, finden sie: fünf Jahre sind wenig, zu wenig.

In fünf Jahren gehe das Spiel wieder von vorne los, sagen sie. Dabei hätten 10'000 Petenten zum Ausdruck gebracht, dass ihnen das Schicksal der heimatlosen Katzen nahegeht, die ohne Menschen wie Sawilski nicht überleben könnten. Der Unmut der Hunde- und Katzenrettung betrifft freilich nicht nur die «kurze» Gnadenfrist, sondern auch die vielen «unrealistischen» Auflagen. So muss von Sawilski Protokoll über die Katzenpopulation führen, immer zur gleichen Zeit die Katzen füttern und die Futterstellen danach wieder leerräumen. Die rangniedrigeren Tiere würden dadurch ganz vertrieben.

Immerhin: Die ranghöheren Heimatlosen dürften sich freuen, in den nächsten fünf Jahren einmal täglich einen gedeckten Tisch vorzufinden. Und das sind ja schliesslich auch Katzen.