Herbstmesse

Herbstmesse: Der Powertower ragt über den Rundhof hinaus

Nervenkitzel pur. Aus 66 Metern im freien Fall direkt auf den Messeplatz. Die Chance dazu gibts an der Herbstmesse. Dort wird gerade der europaweit höchste Freifallturm aufgebaut. Und dies zum ersten und einzigen Mal im Rundhof der Messehalle 2.

Nervenkitzel pur. Aus 66 Metern im freien Fall direkt auf den Messeplatz. Dort wird gerade der europaweit einzige Freifallturm aufgebaut. Und dies zum ersten und einzigen Mal im Rundhof der Messehalle 2. Bisher stürzten Tausende Power-Tower-Liebhaber mitten auf dem Platz in die Tiefe - wegen des Hallen-Neubaus ist dieser jetzt gesperrt.

Für Ewald Schneider, den Betreiber des Power Tower, ist der Bahn-Aufbau am neuen Standort kein einfaches Unterfangen, erklärt er. «Die Herausforderung ist gross, denn der Platz, der hier im Rundhof zur Verfügung steht, ist knapp bemessen.» Einige Gerüstteile seien über 3 Meter breit und 16 Meter hoch. «Wenn wir den Turm an einem Volksfest aufbauen, können wir von vier Seiten her hantieren. In den Rundhof hinein gibt es genau eine Einfahrt für alle Lastwagen und Krane.»

Mehr Bauarbeiter im Einsatz

Bereits am ersten Tag des Aufbaus ist die gigantische Höhe des Power Tower zu erkennen. Nach sechs Stunden ragt der Gerüstpfeiler über den Rundhof hinaus. Nachdem die Bauarbeiter den Boden der Bahn so stabilisiert haben, dass diese gerade auf dem Fundament steht, werden mit dem Kran Mast für Mast fünf Teile aufeinander montiert. Hunderte von roten, blauen und gelben Birnchen sind angebracht - bereit, den Pfeiler zu beleuchten. Bis es allerdings so weit ist, muss noch einiges getan werden. Drei bis vier Tage dauert es im Normalfall, bis der Turm zum Fallen bereit ist - unter den Umständen in Basel rechnet Schneider mit etwa fünf Tagen. Er habe zehn Bauarbeiter im Einsatz - zwei mehr als sonst. «Zudem steht mir ein Kran mehr zur Verfügung.»

Daniel Arni, Verantwortlicher der Herbstmesse, freut sich, dass der Power Tower den Rundhof belebt. Die Bahn sei sein Wunschkandidat gewesen. «Wir wollten unbedingt einen Standbetreiber, dessen Attraktion über das Gebäude herausragt und der eine beliebte Bahn anbietet.» Es standen noch andere Bahnen auf der Bewerbungsliste, so zum Beispiel das Kettenkarussell.

Sicherheit zuerst abklären

Bevor Ewald Schneider zusagen konnte, mussten einige Abklärungen in Sachen Sicherheit gemacht werden. Vor drei Monaten habe er den Rundhof zum ersten Mal besichtigt. «Wir mussten die Fläche und die Statik ausrechnen.» Der gigantische Turm hat denn auch ein Gewicht von immerhin 180 Tonnen. Ewald Schneiders einzige Sorge wegen des neuen Standortes ist, dass man die Bahn nicht sieht, wenn der Messebesucher in der Halle ist. «Von ausserhalb ist der Power Tower natürlich nicht zu übersehen.

Für Ewald Schneider bedeutet die Basler Herbstmesse die zweitbeste Einnahmequelle im Jahr. Mehr verdienen würde er noch in München am Oktoberfest. Nach Basel stellt er seine Bahn in London auf. Dass er ab Ostern, und bis Januar mit seinem Power Tower in ganz Europa unterwegs ist, stört ihn nicht. Aber: «Wenn ich in der Schule besser aufgepasst hätte, würde ich es nicht tun.»

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