Mit der Petition für das Herzstück soll erreicht werden, dass der Bund einem Projektierungskredit von 120 Millionen Franken für die Durchmesserlinie der Basler S-Bahn zustimmt. Bern hatte der unterirdischen Verbindung zwischen Bahnhof Basel SBB, Badischem Bahnhof und Bahnhof St. Johann im vergangenen Jahr die verbindliche Unterstützung verweigert.

Im November lancierte daraufhin ein politisch breit abgestütztes Komitee die Petition. Nun wurden die anvisierten 10'000 Unterschriften erreicht. Leicht war das nicht. Die Sammlung sollte ursprünglich bis Ende Januar dauern, wurde aber bis Ende Februar verlängert.

Manuel Friesecke, Geschäftsführer der Regio Basiliensis, die den Lead bei der Aktion hat, erklärt: «Es ist einfacher, für Tier- und Naturschutz Unterschriften zu sammeln als für eine Infrastrukturmassnahme, die zudem erst in 20 bis 30 Jahren gebaut wird.» Weil den Leuten auf der Strasse das Projekt erst erklärt werden musste, kam man nicht auf die üblichen 20 bis 25 Unterschriften in der Stunde, sondern bloss auf 10 bis 15.

Die meisten Unterschriften kamen durch die Sammelaktionen zustande. Online waren es nur zwölf Prozent. Gesammelt wurde vor allem in der Stadt Basel, aber auch in Baselland, im Aargau und in Freiburg im Breisgau.

Die Botschaft des Bundesrats zum Bahnausbauschritt Step 2030/2035 kommt im Frühjahr in den Ständerat und voraussichtlich im Sommer in den Nationalrat. Endgültig entschieden wird Ende Jahr darüber.

Im März sollen die Unterschriften in Bern übergeben werden. Friesecke räumt ein, dass die Petition nicht verbindlich ist. Sie sei aber in der Bundesverfassung als Rechtsinstrument vorgesehen. «Ich bin überzeugt, dass die Petition wegen der hohen Unterschriftenzahl Gewicht haben wird.» Sie zeige, dass das Herzstück nicht nur von Politik und Wirtschaft, sondern auch von der Bevölkerung unterstützt werde.