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Heute entscheidet der Grosse Rat über die Kredite für den Erweiterungsbau

Kommt näher an die Barfüsserkirche: Der neue Erweiterungsbau des Grossen Konzertsaals des Stadtcasinos im alten Stil von 1876.

Kommt näher an die Barfüsserkirche: Der neue Erweiterungsbau des Grossen Konzertsaals des Stadtcasinos im alten Stil von 1876.

Heute entscheidet der Grosse Rat über die Erweiterung des Musiksaals des Stadtcasinos. Der Kanton soll 38 Millionen an die Kosten von 77,5 Millionen Franken des Baus von Herzog&de Meuron beitragen. Den Rest zahlen Private.

Das Mariinsky Orchestra aus St. Petersburg, das London Symphony Orchestra oder die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz: Die grossen Orchester kommen gerne nach Basel in den Grossen Musiksaal des Stadtcasinos. Denn der 1876 vom Architekten Johann Jakob Stehlin-Burckhardt errichtete Konzertsaal gilt als einer der zehn besten weltweit.

Einziger Nachteil sind die überholte Bühnentechnik, die engen Garderoben und die beengten Verhältnisse für die Zuschauer in Eingangsbereich und im Foyer. Dazu lässt eine ungenügende Ventilation im Sommer die Temperaturen im Saal mitunter in ungeahnte Höhen steigen. Schon seit Jahren will die Betreiberin, die Casino-Gesellschaft Basel, Abhilfe schaffen; bisher ohne Erfolg.

Erfolg im zweiten Anlauf

Im Gegensatz zum gescheiterten hypermodernen Neubau von Zaha Hadid gehen Herzog & de Meuron mit dem historischen Ensemble behutsam um. So soll die Rückfassade des Musiksaals von den Anbauten aus den 1930er-Jahren befreit und durch einen einzigen Baukörper ersetzt werden. Dieser rückt deutlich näher an die Barfüsserkirche heran. Der Erweiterungsbau wird dabei im selben klassizistischen Stil erstellt wie der Konzertsaal von 1876.

Zwischen dem Musiksaal und dem Bau von 1939 entsteht so ein Durchgang, der den Barfüsserplatz mit dem Steinenberg verbindet. Dort kommt auch der neue Haupteingang des Musiksaals hin.

Der Erweiterungsbau wird 77,5 Millionen Franken kosten. Davon soll der Kanton heute 38 Millionen sprechen. Der Rest soll durch die Casinogesellschaft und private Spender getragen werden. 28 Millionen Franken Spendengelder seien bereits eingegangen. Weitere 1,5 Millionen Franken Kantonsgelder sind für die archäologische Erforschung des Untergrunds unter dem Casino vorgesehen.

Geht heute alles nach Plan, dann beginnen die Bauarbeiten schon nach der Fasnacht 2016. Die Bauzeit beträgt drei Jahre. In dieser Zeit wird der Musikbetrieb des Stadtcasinos in das Musical Theater Basel verlegt.

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