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Hier entsteht Bau 2: Das ist die Mega-Baustelle von Roche, die das Wettstein-Quartier dominiert

58 von 205 Metern des höchsten Hochhauses der Schweiz sind erreicht – ein Blick auf und um die Roche-Baustelle an der Grenzacherstrasse.

Es ist eine Baustelle der Superlative. Drei Milliarden Franken verbaut Basels Pharma-Multi Roche derzeit an seiner Grossbaustelle um den Hauptsitz an der Grenzacherstrasse. Hier soll bis Ende 2022 mit 205 Metern und 50 Etagen das höchste Büro-Hochhaus der Schweiz entstehen und Platz für 3000 Mitarbeiter bieten.

Langsam wächst der sogenannte Bau 2 in die Höhe und zeichnet sich heute bereits neben den insgesamt zehn Kränen der Baustelle in der Skyline Basels ab, wenn man von der Wettsteinbrücke in Richtung Bau 1, des bestehenden Hochhauses, blickt.

Die Geschossflächen entsprechen 11½ Fussballfeldern

Das zwölfte Obergeschoss und 58 Meter sind erreicht. Der Kern des Gebäudes ragt empor, wenn man vom 22. Stock des Baus 1 auf die Baustelle herunterschaut. Von hier wird das neue Hochhaus versorgt, hier entstehen Lifte und Treppenhäuser. Die Fahrstühle sind stromsparend und kommen mit 40 Prozent weniger Energie als herkömmliche aus. Um den Kern herum entstehen die Büros. Gebaut wird gerüstlos mit einer Umschalung. Die Geschossflächen entsprechen 11½ Fussballfeldern. Das ist, selbst wenn Bau 2 deutlich schlanker als Bau 1 wird, immer noch erheblich. Die Investition beträgt 550 Millionen Franken.

Der für den Bau benötigte Beton wird vor Ort hergestellt und ins jeweils letzte Geschoss von Bau 2 empor gepumpt. Weil so nur Kies und Zement angeliefert werden müssen und das Wasser vor Ort zugeführt wird, können 40 Prozent der sonst nötigen Anlieferungen mit Camions eingespart werden. Derzeit arbeiten 200 Personen auf der Baustelle.

Mehr Geld fürs Forschungszentrum als für den Turm

Eindrücklich ist der Blick in die Baugrube des Forschungs- und Entwicklungszentrums, dessen vier Gebäude an der Grenzacherstrasse 18 bis 114 Meter hoch sein werden und Platz für 1750 Mitarbeiter bieten. Mit 1,2 Milliarden Franken ist die Investition höher als in das Hochhaus; schliesslich entstehen auch Laborgebäude.

Zur Zeit wird hier die Bodenplatte betoniert. Beim Baustellenbesuch am Montag wurde ein neuer Kran montiert. Ein zweiter wächst beim Bau 2 in die Höhe. Noch stehen die Kräne frei, später lehnen sie sich an Forschungsgebäude oder Hochhaus an.

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Autor

Peter Schenk

Peter Schenk

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