Alle guten Vorsätze, etwas für die Strandfigur und gegen die überschüssigen Pfunde auf den Hüften zu tun, werden spätestens dieses Wochenende über den Haufen geworfen. Denn in Basel ist wieder Streetfood angesagt. Die Schlemmer-Veranstaltung kehrt zurück – und lässt das kulinarische Herz der Basler Bevölkerung höher schlagen.

Spanische Paella, marokkanisches Couscous, indisch, jordanisch, dänisch. Oder einfach Bratwurst mit Pommes, nicht zu vergessen unzählige Sorten Frozen Yoghurt, Glacés. Und, und, und ... Beim Streetfood-Festival hat es für jeden etwas dabei. Nach der erfolgreichen ersten Durchführung letzten Oktober findet das Fest nun zum zweiten Mal statt. Bei der Eröffnung gestern fanden bereits tausende Hungrige den Weg zum Messe-Areal – und verköstigten sich bei den 70 Ständen auf den jeweils vier Rädern. Am Samstag kann von 11 bis 24 Uhr gemampft werden. Sonntag von 11 bis 19 Uhr.

Streetfood kommt ursprünglich aus den USA sowie dem asiatischen Raum. Dort sind die Kulinarik-Messen in vielen Städten nicht mehr wegzudenken – New York, Bangkok, Tokio. Und seit vergangenem Jahr nun auch Lausanne, Biel, Bern, Thun, Olten, Baden, Zürich. Und eben auch Basel. Der Hype, internationale Gerichte auf engstem Raum anzubieten, schwappte zuletzt immer mehr nach Europa. In der Trend-Metropole Berlin gibt es Streetfood schon länger. Nun ist auch die Schweiz auf den Geschmack gekommen.

Streetfood ist Genuss für alle Generationen, alle Gelüste werden hier gestillt. Es gibt den «Rockstar Double Burger», das «beste Zanderfilet im Bierteig», Minidonuts, bergeweise Haribos. Natürlich auch das «Känguru-Sandwich». Wer kennt es nicht?

Wie in die Ferien gehen

Dabei geht es bei Streetfood weniger um das blosse Stillen des Hungers. Viel mehr ist es ein Event, bei dem man mit Freunden und Familie hingeht. Es ist eine gigantische Degustations-Veranstaltung. Ein Feuerwerk für die Geschmacksnerven. Streetfood ist Kult.

Beim Streetfood kann eigentlich jeder, vom Hobby-Koch über den professionellen Caterer bis hin zum Restaurant-Besitzer, seine Ware in den sogenannten «Food-Trucks» verkaufen. Da das Geschäft aber so gut läuft, wird es immer schwieriger, einen Platz bei Festivals zu bekommen. «Wir können von über 900 Anbietern auswählen. Wir haben das Privileg, nur die Besten zu nehmen, so gut läuft es», sagt Rolf Arnet, Geschäftsführer von Hannibal-Events. Das ist die Firma, welche die grössten Festivals in der Schweiz organisiert. Warum die Kulinarik-Messen beim Publikum so gut ankommen, ist für Arnet keine Überraschung: «Streetfood ist für die Menschen wie in die Ferien gehen. Sie können hier alles ausprobieren, was sie sonst nur in fremden Ländern essen können.»

Dass die Events bei den Kunden gut ankommen, dass merken natürlich auch die Anbieter. Standbesitzer Kay ist schon zum zweiten Mal in Basel mit dabei, verkauft Frozen Yoghurt mit verschiedenen Toppings. Er war zuvor schon in anderen Städten mit dabei und hat seine Ware verkauft. Kay weiss: «Es geht nicht ums Essen. Es ist das Zusammenkommen, das Erleben, das Ausprobieren von neuen Sachen. Nirgends geht das einfacher als hier.»