Es war 10.08 Uhr, als er, gemeint ist Murat Yakin, mit einem modernen Bike das «Kilometerwägli» entlang gefahren kam. Und aufs FCB-Trainingsgelände einbog. Wenige Minuten später folgten die in Basel verbliebenen 16 Kaderspieler. Elf Akteure sind bekanntlich mit den Nationalteams respektive Auswahlmannschaften im Einsatz.

Um 10.24 betrat auch Emine Yakin, die Mama von «Muri» und Hakan Yakin, das Trainingsgelände. Per pedes, nicht mit dem Dreirad. Irgendwie war es wie vor acht Jahren, als Murat Yakin noch FCB-Spieler war. Diesmal war er der Übungsleiter - und nach einem intensiven Einlaufen mit Übungen, die den Spielern sichtlich Spass machten, ging es aufs grosse Feld zum Schusstraining.

Die erste Einheit dauerte insgesamt knapp 90 Minuten. «Sie war intensiv und lang, hat aber viel Spass gemacht. Und der Trainer hat doch schon einige neue Elemente hineingebracht», so Kay Voser und Teamcaptain Marco Streller. Vor dem Training hatte Yakin zur Mannschaft in der Kabine gesprochen. Und sie daran erinnert, «das FCB-Trikot mit Stolz zu tragen und mit Leidenschaft Fussball zu spielen».

Eine «faire Chance»

Zurückblicken wollte niemand. Was war, ist vorbei. «Wir blicken alle vorwärts». Morgen Mittwoch erfolgen zwei Trainingseinheiten, am Donnerstag sollten alle Internationalen zurückgekehrt sein. Und der neue Basel-Trainer liess durchblicken, dass «alle Spieler eine faire Chance erhalten werden». Damit dürfte der Münchensteiner namentlich Radoslav Kovac und den nordkoreanischen Angreifer Kwang Ryong Pak meinen.

Beim ganzen Training zugegen war auch Sportdirektor Georg Heitz. Und man bekam das Gefühl, dass ihm die Stimmung gefiel. Der Therwiler wirkte entspannt und gelöst.