Nach Rheingasse-Brand

Hier wird der «Schwarze Bären» mit einem grossen Bagger abgerissen

Hier wird das Dach des «Schwarzen Bären» abgerissen

Hier wird das Dach des «Schwarzen Bären» abgerissen

Am Montag, 9. September 2019, begannen die Abrissarbeiten am abgebrannten Dachstock des «Schwarzen Bären» an der Basler Rheingasse. Die Arbeiten am Haus werden voraussichtlich noch über ein Jahr andauern.

24 Tage nach dem Brand an der Rheingasse hat am Montag der Rückbau begonnen. Er wird noch lange andauern, der Adventsmarkt und der Stadtlauf sollen trotzdem zu den Füssen des Baggers stattfinden können.

Ein Blick von oben erinnert an das Feuer, das am 16. August im Schwarzen Bären wütete. Vom Boden aus sieht man vor allem ein Baugerüst und einen riesigen Bagger. Der Rückbau – und somit der erste Schritt der Instandsetzung – hat am Montag begonnen.

Am Morgen ist der gelbe Riese bereits vorgefahren. Der Greifarm des Spezialbaggers muss auf eine imposante Länge ausgefahren werden, um das vom Brand verwüstete Dach von oben erreichen zu können. Entfernt werden die Giebelkonstruktion und das dritte Stockwerk. Der Arm der Riesenmaschine sei eigens für die Arbeiten in der Rheingasse gestreckt worden, wie Peter Blumer, Gebäudeversicherungsdirektor der Stadt Basel, der bz berichtet.

Die Beisszange beisst zu

Obwohl der Start der Arbeiten auf 10 Uhr geplant war, sind die Vorbereitungen am Morgen noch in vollem Gange. Der Boden vor den Baugerüsten wird für die Anlieferung der Mulde vorbereitet, die riesige Beisszange, mit der später die beschädigten Elemente der Liegenschaft abgetragen werden, wird umplatziert und am Arm des Baggers befestigt.

Am Nachmittag beginnt der Rückbau. Der Bauleiter steht auf den Gerüsten, die an den Seiten des Gebäudes errichtet sind. Er begutachtet die Lage von oben und erteilt per Funk Anweisungen. Zusätzlich halten sich weitere Beteiligte auf den Gerüsten auf: die Kriminaltechniker der Staatsanwaltschaft. Da die Untersuchungen der Brandursache laufen und das Gebäude aufgrund der anhaltenden Einsturzgefahr noch nicht betreten werden darf, nehmen die Kripo-Mitarbeiter die Bruchstücke erst nach der Abtragung unter die Lupe.

Stück für Stück per Liveübertragung

Neben den Anweisungen per Funkgerät steht dem Baggerführer ein weiteres Medium zur Verfügung. In der Kabine vor ihm hängen Displays, auf denen er die Bewegungen der Beisszange überprüfen kann. Dort sind nämlich Kameras installiert, welche die Bilder live übertragen. Er muss die Teile aber nicht nur abtragen, sondern teilweise zuerst aus der Konstruktion herausbrechen.

Die Arbeiter tragen weisse Atemmasken. Grund dafür seien aber nicht etwa gefährliche Baustoffe wie zum Beispiel Asbest, welcher zur Zeit der Renovierung des Schwarzen Bären noch oft verwendet wurde: «Die Schutzausrüstung ist eine Sicherheitsmassnahme wegen möglichen Rückständen und Feinstaub», so Blumer.

Nur ein schmaler Fussgängerdurchgang hat neben der Baustelle noch Platz. Der Stadtlauf und die Adväntsgass sollen nach aktuellem Stand aber dennoch stattfinden können, wie Christine Wälti, Organisatorin der Adväntsgass, sagt.

Meistgesehen

Artboard 1