Es ist eine Urgewalt, die Mutter aller Basler Vorfasnachtsveranstaltungen. Das Drummeli, das am Samstag im Musical Theater startet, liegt in den letzten Zügen der Vorbereitung. Der Augenschein bei einem Probebesuch zeigt: Die Rahmenstücke versprechen, was ein Drummeli zu versprechen hat. Auch wenn erstens noch kein Bühnenbild abgebildet werden darf und zweitens die nacherzählten Pointen bis zur Premiere warten müssen.

Nur so viel zum Stück über die Ausstellung «Aufgetaucht», die sich kuriosen Fundstücken aus dem Rhein annahm: Die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann erhält einen neuen Schal. Damit sie in der Öffentlichkeit wenigstens ein bisschen Farbe zeigt.

Das ist jetzt natürlich nicht der grösste Witz aller Zeiten, denn Elisabeth Ackermann trägt bekanntlich viele bunte Schals, aber es kommt auf die Inszenierung an. Die hat wiederum Laurent Gröflin inne und nach dem voll ausgelasteten Drummeli vom vergangenen Jahr darf von einer inhaltlichen Steigerung ausgegangen werden. Das ist auch den Stammvereinen zu verdanken, denn die stemmen mit ihren Cliquenauftritten den grössten Teil des Programms.

Laut André Schaad, dem Drummeli-Verantwortlichen des Fasnachts-Comités, seien immer noch ausreichend Tickets erhältlich. Bis Ende vergangener Woche waren 85 Prozent der «Billje» verkauft. «Das klingt nach viel, aber es hat noch mehr als genug gute freie Plätze», sagt Schaad. Einzig für die Dernière seien nur noch einige wenige Einzelsitzplätze erhältlich.

«Erfahrungsgemäss warten aber viele noch die Premierenberichte ab und entscheiden erst dann, ob sie noch Plätze kaufen», so Schaad. Die Fasnachtsszene und alle ihr Zugewandten schauen sehr genau auf «ihr» Drummeli.

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So schön war das Drummeli 2017

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Zufrieden mit Land-Exkursion

Die Kerntruppe der Veranstaltungen war in den vergangenen Wochen bereits auf Tour im Baselbiet. Die Shows in Liestal und Wintersingen waren aus Sicht Schaads sehr erfolgreich – schliesslich sei es in erster Linie um öffentliche Präsenz gegangen und weniger um wirtschaftlichen Erfolg.

Und Präsenz erhielt das Drummeli, die Auftritte sorgten für Schlagzeilen. Ein paar Plätze wurden auch erfolgreich verkauft: Laut Schaad hat sich die Rotstab-Clique bereits mit Tickets eingedeckt und auch Mitglieder der gastgebenden Wintersinger Gugge würden ins Drummeli-Stammhaus im Musical Theater pilgern.

Ebenfalls klar ist mittlerweile, wer die erstmalig verteilte «Wild Card» unter den Teilnehmern erhielt. Es sind Jugendliche vom Piccolo-Ensemble Basel und vom «Tanzwerk», die gemeinsam mit Piccolo und Stepptanz die Fasnacht zum Tanzen bringen, wie das Comité in einer Medienmitteilung bekannt gab.