Musik
HillChill: Gute Stimmung am Riehener Festival trotz Wetterpech

Jedes Jahr am ersten Wochenende der Sommerferien treffen sich im Sarasinpark in Riehen Musiker und Musikbegeisterte, um ein kleines Festival zu feiern, das von Jugendlichen und für Jugendliche ein breites Programm zu niedrigen Preisen anbietet.

Tumasch Clalüna
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Das Festival fand bereits zum 13. Mal statt.
12 Bilder
Wie jedes Jahr fand das Event im Sarasinpark in Riehen statt.
Ausgelassene Stimmung am HillChill
Die Stimmung war trotz dem schlechten Wetter ausgezeichnet.

Das Festival fand bereits zum 13. Mal statt.

Juri Junkov

Nach stetigem Wachstum in seinen Anfangsjahren hat das Hillchill Festival mittlerweile eine stattliche Grösse erreicht. Selbst Spielzeiten bis Mitternacht sind mittlerweile kaum noch ein Problem.

Traditionell machen am Nachmittag die ganz jungen Bands den Anfang. Am Samstag sind dies «George and the Cube», eine Band aus dem Festival-Umfeld, die ihr erstes grosses Konzert spielen.

«Friendly Ghost» im Regen

Die Nächsten sind «Friendly Ghost», ebenfalls aus Basel, die mit sehr präzisem Zusammenspiel überzeugen. Leider fängt es während des Konzerts an, zu regnen. Es ist das erste Mal in all den Jahren des Festivals und der Platz vor der Bühne verwandelt sich langsam in einen Schlammsumpf. Grosses leisten da «The Dorks», eine etwas erfahrenere Band aus Zürich, die mit ihrem energiegeladenen Rock und teilweise komplexen Breaks das Publikum unter den Dächern hervorlocken und zum Tanzen bringen.

Derweil hat im hinteren Teil die Lounge geöffnet. In der kleinen Orangerie sind die feineren Töne zu Hause, vornehmlich Singer/Songwriter.

Den Anfang machen «Laurent & Max», die Kinder-Mundarttexte zu bekannten Rockklassikern spielen.

In der Nacht steigt die Stimmung
Auf der Hauptbühne haben sich inzwischen «Rag Dolls» eingerichtet. Sie stammen aus Olten und haben gerade ihre erste EP rausgebracht, auf die sie sichtlich stolz sind. Sie geben sich alle Mühe richtig abzugehen, aber leider haftet ihrem Gehabe eine leichte Arroganz an, die auch das Publikum spürt.

Zurück in die Lounge, singt ein Duo namens «Steiner und Madlaina» herzzerreissende Songs mit zwei Gitarren und zweistimmigem Gesang.

Vorne wartet alles gespannt auf «Aie ça Gicle», eine solide Rockband, die schon länger unterwegs ist und bei Tree in a Field Records ihr letztes Album veröffentlicht hat. Langsam beginnt es einzudunkeln und die Stimmung steigt merklich an.

Und während in der Lounge die Singer/Songwriterin Marielola und das Duo Unort den Tag beschliessen, entern «Pollyester» aus München die Bühne und bringen das Publikum mit ihrem New Wave Sound endgültig zum Tanzen. Zwar wirkt Sängerin Polly Lapkovskaja etwas unzufrieden, was wahrscheinlich an den vielen Feedbacks liegt, die ihr Tontechniker produziert.

Sie gehören zum gleichen Label wie der absolute Höhepunkt des Abends «Midnight Magic» aus Brooklyn. Ihr Electro Funk wäre dazu geeignet die Menge zum Toben zu bringen, doch irgendwie verwandelt sich ihr Sound schnell in eine etwas monotone Endlosschleife, aus der man nicht wieder herausfindet.

So endet das Festival etwas im Unbestimmten. Schön war es trotzdem schon allein wegen der Atmosphäre im schmucken Riehener Park.

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