Der Schwarzpark zwischen Bethesda-Spital und Birs ist vermutlich die unbekannteste Gross-Grünfläche der Stadt. Was damit zu tun hat, dass er erst 2014 «sanft geöffnet» wurde. Seit dieser Umgestaltung laden mehrere Eingänge und ein Wegenetz zum Spazieren und zu einem Besuch der Damhirsch-Herde ein. Im ehemaligen Gärtnerhaus führt ein Verein zudem Aktivitäten für Kinder durch.

Genau dieses Gärtnerhaus soll nun die Attraktivität der Grünfläche weiter steigern. Ein Park-Café ist gemäss Ausschreibung im aktuellen Kantonsblatt geplant. Die dazugehörigen Pläne, die noch bis 4. Oktober auf dem Bauinspektorat aufliegen, zeigen: Nebst eines Restaurationsbetriebs sollen Mehrzweckräume, in denen beispielsweise Yoga-Kurse angeboten werden können, entstehen.

Das Gärtnerhaus wurde 1860 erbaut. Aktuell ist es nicht bewohnbar, sondern wird für Kinder-Aktivitäten benutzt.

Das Gärtnerhaus wurde 1860 erbaut. Aktuell ist es nicht bewohnbar, sondern wird für Kinder-Aktivitäten benutzt.

Dazu ist es allerdings nötig, für das aktuell als Wohnraum aufgeführte Gärtnerhaus von 1860 eine Zweckentfremdung erlangen zu können. Der Kanton glaubt, dass dies möglich sein sollte, da es sich immer um das Haus des Gärtners gehandelt hat – es also nie auf dem Wohnungsmarkt war.

Seinen Namen verdankt der heutige Park dem Basler Konsul und Mäzen Fritz Schwarz von Spreckelsen (1888–1949), der die grüne Oase 1926 von der Familie Vischer-Von der Mühll erworben hatte, schreibt die Stadtgärtnerei. Auch die Errichtung des Wildgeheges soll mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ihn zurückzuführen sein, nicht zuletzt deshalb, weil er ein passionierter Jäger gewesen sein soll.

Zuvor war das Gebiet überwiegend als Weideland genutzt worden. Auch heute sind es die Wiesen- und Weidefläche, die den Park besonders schützenswert machen. Sie sind im kantonalen Inventar zu den Naturobjekten von nationaler Bedeutung aufgeführt.