Seit November ist das Herrschaftshaus am Petersplatz 12 nicht mehr nur für die privaten Besitzer zugänglich. Bereits 2016 konnte die Krebsliga beider Basel dank einer grosszügigen anonymen Spende die Villa erwerben. Die Schenkung war an die Bedingung gebunden, ein offenes Haus für an Krebs erkrankte Menschen und deren Angehörige zu erschaffen. So entstand ein offenes Informations- und Begegnungszentrum. Für diesen neuen Zweck wurde das Gebäude in intensiver Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz umfangreich saniert.

Barrierefrei

Einer der Schwerpunkte lag dabei auf der barrierefreien Umgestaltung. Schon die Eingangshalle ist nur über mehrere Stufen zugänglich und auch der Garten hinter dem Gebäude sowie die Gruppenräume in den oberen Stockwerken waren ursprünglich nur über Treppen erreichbar. Die Krebsliga möchte hier allerdings auch schwer kranke und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen empfangen.

Deshalb suchte sie gemeinsam mit den Architekten von Villa Nova und dem Denkmalschutz nach geeigneten Lösungen. Um die Treppen im Erdgeschoss zu überwinden, wurden Hebebühnen eingebaut und im linken Teil des Gebäudes führt nun ein Lift in die oberen Stockwerke. Dieser hat keinen Unterbau, wodurch die Architekten verhindern konnten, dass die Gewölbemauern im Keller rückgebaut werden müssen.

Bei der gesamten Sanierung waren die Bauplaner auf ein sorgfältiges Zusammenspiel zwischen der ursprünglichen Bausubstanz und dem neuen Zweck bedacht. Dafür wurde ein helles, freundliches Farbkonzept gewählt und die historischen Parkettböden wieder freigelegt.

Die Geschäftsführerin der Krebsliga, Michèle Leuenberger-Morf, verweist auf die ruhige, ehrwürdige und beständige Wirkung der Villa, die den erkrankten Menschen auf ihrem schwierigen Weg eine positive Stütze sein soll.