Hochwasser
So geht es für die Basler Fischergalgen-Besitzer weiter

Das Hochwasser am Rhein spülte im Juli drei Fischergalgen weg. Die betroffenen Stellen sind nach wie vor gesperrt. An der Sicherung des Uferbereichs wird aber intensiv gearbeitet.

Ali Ahmeti
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Auf der Höhe der Grenzacherstrasse wurden Teile der Böschung weggespült und mit dieser einige Fischergalgen.

Auf der Höhe der Grenzacherstrasse wurden Teile der Böschung weggespült und mit dieser einige Fischergalgen.

Bild: Roland Schmid

Das Hochwasser von Mitte Juli hat die Besitzer der Fischergalgen auf Trab gehalten. Wie der Verein «Basler Galgenfischer 1920» auf seiner Webseite mitteilte, sanken am 16. Juli die Fischergalgen Nr. 14, 16 und 17. Seither ist man am Rhein mit Aufräum- und Bauarbeiten beschäftigt. Jüngst wurde der Bau eines neuen Zauns entlang der Strasse vom Kraftwerk bis zur Schwarzwaldbrücke gestartet.

Derzeit sind Aufnahmen mittels Drohnen und Begehungen vor Ort im Gang. Diese sollen Informationen liefern, mit welchen Massnahmen die Uferbereiche kurz- bis mittelfristig instandgestellt werden könnten. Dies sagt Sarah Mesmer, Sprecherin des Basler Bau- und Verkehrsdepartement, gegenüber der BZ. Sicher ist: «Es handelt sich um ein Nachbrechen der Böschung aufgrund der Erosion des Böschungsfusses und nicht um einen Hangrutsch», sagt Mesmer. Bei weiteren Schäden, die entstanden sind, handle es sich um kleinräumige Schäden: «Gelöste Steine, lokale Unterspülungen, gebrochene Latten der Wehre, etc.»

Einige Galgenbesitzer dürfen bereits wieder zu ihren Häuschen

Die Bestandesaufnahmen vor Ort sind in vollem Gange. Beim Abschnitt vom Kraftwerk Birsfelden bis zum Rankhof werde zur Zeit die Ufersicherung vom Wasser her vorbereitet, erzählt Mesmer. «Die Kosten für die mittelfristigen Massnahmen können noch nicht abschliessend abgeschätzt werden.»

Für die Galgenbesitzer der Abschnitte 18 bis 27 gibt es Grund zur Freude: Mit einer Bewilligung dürfen sie bereits jetzt wieder zu ihren Galgen. Aus Sicherheitsgründen darf allerdings noch nicht gefischt werden. Das liegt daran, dass die Überprüfung des Böschungsfusses aufgrund des Hochwassers noch nicht durchgeführt werden konnte; man versucht diese jedoch schnellstmöglich durchzuführen, damit die betroffenen Galgenbesitzer wieder fischen können. Es werde Tag für Tag geschaut, ob der Wasserstand diese Überprüfung ermöglicht, so Mesmer. Der Zutritt zu den Galgen 13 bis 17 ist weiterhin verboten. Die abgesperrten Bereiche müssen zuerst abgesichert werden um ein Betreten wieder ermöglichen zu können.

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