Mit der Erhöhung der Altersgrenze könne die Qualität und Kosteneffizienz des Mammographie-Screenings auch in der Altersgruppe ab 70 Jahren gesteigert werden, heisst es in einer Mitteilung der Regierung vom Dienstag. Zudem wolle der Kanton damit auf die steigende Lebenserwartung reagieren.

Basel-Stadt hatte das Früherkennungs-Programm für Brustkrebs im August 2014 gestartet. Bisher wurden Frauen im Alter zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr zur Teilnahme eingeladen. Im Jahr 2015 betrug die Teilnehmerinnenquote gemäss Mitteilung 30,9 Prozent, nachdem sie in den ersten fünf Monaten nach dem Start bei 18 Prozent gelegen war.

Am Programm, das von der Krebsliga beider Basel durchgeführt wird, beteiligt sich der Stadtkanton mit jährlich 500'000 Franken. Dieser Beitrag bleibe mit der Erhöhung der Altersgrenze unverändert. Die Kosten für Untersuchungen werden von den Krankenkassen übernommen, sofern es Mindestanforderungen der Qualitätssicherungen gibt.

Gesetzliche Grundlage für Datenaustausch

Im Kanton Basel-Stadt soll daher eine rechtliche Grundlage geschaffen werden, die das kantonale Krebsregister verpflichtet, Krebserkrankungen an das Früherkennungs-Programm bekanntzugeben. Die Regierung will die Bewilligungsverordnung entsprechend anpassen.

Für die Qualitätssicherung seien in erster Linie die sogenannten Intervallkrebse von Bedeutung, wie es weiter heisst. Also jene Erkrankungen, die in der Zeitspannen zwischen zwei systematischen Screening-Zeitpunkten diagnostiziert wurden und bei denen das Screening zuvor keinen Verdachtsmoment ergeben hatte.

Im Nachbarkanton Baselland hatte das Parlament im Herbst 2014 einen Kredit von zwei Millionen Franken für ein Brustkrebs-Screening-Programm abgelehnt. Das Mammographie-Screening hätte in Kooperation mit Basel-Stadt bis 2018 laufen sollen.