Auf die drei Amateurvereine, die in zwei Wochen im Schweizer Cup gegen Super-League-Clubs antreten müssen, kommen hohe Ausgaben zu. Vor allem die Sicherheit fällt ins Gewicht.

Es besteht jedoch Hoffnung, dass die beiden Basel den Klubs entgegenkommen. Der FC Concordia, die Black Stars und der FC Allschwil haben beantragt, dass ihnen die Kosten für das Sicherheitsdispositiv – zumindest zum Teil – erlassen werden. Wäre das nicht der Fall, müssten die Vereine als Gastgeber Beträge im fünfstelligen Bereich stemmen.

Der FC Allschwil und der FC Concordia – «Congeli» spielt im Leichtathletik-Stadion St. Jakob und damit auf Münchensteiner Boden – haben ihr Gesuch bei der Baselbieter Sicherheitsdirektion eingereicht. Sie schreibt auf Anfrage der bz, über den Kostenerlass werde entschieden, wenn die Schlussrechnungen vorlägen. Grundsätzlich sei ein «Rabatt» von 50 Prozent möglich, wenn die Auflagen des Kantons eingehalten würden. Einen vollständigen Erlass könne der Regierungsrat beschliessen bei «Veranstaltungen von erheblicher sportlicher Bedeutung». Diese Voraussetzung ist aus Sicht der Sicherheitsdirektion «durchaus gegeben».

Der FC Concordia spielt am 16. August gegen den FC Lugano. Der FC Allschwil tritt tags darauf zu Hause gegen den FC Sion an. Die höchsten Sicherheitsvorkehrungen sind jedoch im Rahmen des Spiels von «Black» zu erwarten. Der Quartierclub musste seine Begegnung gegen den FC Zürich auf Geheiss der Polizei vom Buschweilerhof in die Schützenmatte verlegen. Es werden 700 FCZ-Anhänger erwartet.

Das Basler Justiz- und Sicherheitsdepartement bestätigt der bz den Eingang eines Gesuchs auf Kostenerlass. Mediensprecher Toprak Yerguz schreibt, das Departement werde – wie bei ähnlichen Konstellationen in den Vorjahren – dem Gesamtregierungsrat beantragen, einen Kostenerlass gemäss Polizeiverordnung zu bewilligen. Der Antrag werde an der nächsten Regierungssitzung behandelt. «Wir gehen davon aus», schreibt Yerguz, «dass der Regierungsrat usanzgemäss dem Antrag folgt.» Im für den Club günstigsten Fall muss er für den Polizeieinsatz gar nichts bezahlen.

FC-Allschwil-Präsident René Hagen sagt: Er rechne unter dem Strich mit einer schwarzen Null, dank dem Entgegenkommen der Behörden, aber auch wegen Sponsoren und dem unentgeltlichen Einsatz von Vereinsmitgliedern. «Das Credo des FCA lautet seit Jahren: Wir geben nicht mehr aus, als wir einnehmen. Davon weichen wir auch bei diesem speziellen Spiel nicht ab: Ein Defizit wird es nicht geben.»

SFV lobt den FC Allschwil für Extra-Stehrampe

Hagen hofft auf ein ausverkauftes Stadion im Brühl. Es zählt mit der Extra-Stehrampe, die der Club erstellt, gegen Sion total rund 1800 Plätze. Der Effort ist dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) nicht entgangen. SFV-Sprecher Marco von Ah schreibt: «Allschwil macht uns richtig Freude!»