Der Verein "Hooligans-Stopp beider Basel" lancierte im August 2014 in beiden Kantonen eine Initiative mit dem Titel "Stopp der Gewalt an Sportveranstaltungen - Ja zum Hooligan-Konkordat". Damit sollte das Volk über einen Beitritt zum verschärften Hooligan-Konkordat abstimmen können.

In Basel-Stadt ist die Sammelfrist diese Woche abgelaufen, die Initiative wurde jedoch nicht eingereicht. Die erforderlichen 3000 Unterschriften seien nicht beigebracht worden, sagte SVP-Grossrat und Mitinitiant Joël Thüring am Freitag auf Anfrage.

In Baselland könnten zwar noch Unterschriften gesammelt werden, aber das Initiativkomitee wird wohl seine Aktivitäten einstellen. Nach Auskunft von Landrätin Elisabeth Augstburger (EVP) und Landrat Georges Thüring (SVP), die beide dem Verein angehören, ist ein formeller Beschluss über das weitere Vorgehen noch nicht gefällt worden.

Die Unterschriftensammlung sei nach einem erfolgreichen Start im letzten Jahr "eingeschlafen". Nach dem Scheitern des Volksbegehrens im Stadtkanton ist für Thüring auch im Landkanton "die Sache erledigt". Die Situation in der fussballbegeisterten Region Basel habe man falsch.

Ablehnung in den Parlamenten

Tatsächlich war das verschärfte Hooligan-Konkordat in der Fussballregion Basel immer umstritten. Die Parlamente in beiden Kantonen lehnten den jeweiligen Beitrittsantrag der Regierungen zum Konkordat mit grossem Mehr ab.

Als Grund wurde genannt, dass der Kernpunkt der Verschärfung, nämlich die Bewilligungspflicht für Grossanlässe, in Basel längst praktiziert wird. Der sogenannte Basler Weg mit Prävention, Repression und Dialog aller Beteiligten bewähre sich. Dem Konkordat sind laut der Homepage der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren bisher 23 Kantone beigetreten.