Politik

Horrende Basler Forderung für Gleichberechtigung: Basta will die 30-Stunden-Woche

Basta-Grossrätin Tonja Zürcher (Mitte) fordert die 30-Stunden-Woche

Die Arbeitszeit soll drastisch verkürzt werden, um Nachteile für Frauen zu auszumerzen: Mit dieser Forderung geht die linke Partei Basta für die Gleichstellung vor. 30 Stunden Arbeit die Woche sollen reichen.

Das Grüne Bündnis hat passend zum morgigen Frauenstreik im Basler Parlament insgesamt sechs Vorstösse zum Thema Gleichberechtigung eingereicht. Unter anderem fordert Basta-Grossrätin Tonja Zürcher die Einführung der 30-Stunden-Woche für Kantonsangestellte und angeschlossene Betriebe. «Wenn wir die Forderung nach Neuverteilung der Sorgearbeit ernst nehmen, braucht es bei der Erwerbsarbeit eine Entlastung für alle», sagt Zürcher.

Die Doppelbelastung aus Familie und Beruf sei ein hochaktuelles Problem für Frauen, die dazu führe, dass diese in niedrigen Pensen Teilzeit arbeiten oder für Jahre aus dem Berufsleben aussteigen. Dies habe weitreichende Folgen, angefangen bei schlechteren Karrierechancen bis zu Altersarmut. So seien Frauen im Schnitt 21,3 Stunden erwerbstätig, Männer dagegen 33 Stunden.

Ziemlich genau der Geschlechter-Durchschnitt

Die geforderte Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden entspreche also ziemlich genau dem Schnitt der beiden Geschlechter. Und Zürcher denkt schon weiter: «Mit Blick auf die Digitalisierung müsste in Zukunft sogar eine weitere Reduktion der Wochenarbeitszeit geprüft werden.»

Ergänzend fordert die Grüne Barbara Wegmann regelmässige Auswertungen, wie familienfreundlich die Wirtschaftsregion Basel ist. Weitere Vorschläge des Grünen Bündnis' zur Verbesserung der Gleichberechtigung: Eine Geschlechterquote für Wahllisten, die Verbesserung der Situation bei den unteren Lohnklassen und die Einführung von Projekttagen zum Thema sexuelle Gewalt und Selbstverteidigung. Ausserdem soll bei der Ausbildung der Lehrer das Thema gendergerechter Unterricht stärker gewichtet werden. 

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