Coronavirus

Hygieneempfehlungen des BAG werden auf den Baselbieter Baustellen konsequent durchgesetzt

Auf auf Baustellen müssen die Massnahmen gegen die Corona-Pandemie eingehalten werden. (Symbolbild)

Auf auf Baustellen müssen die Massnahmen gegen die Corona-Pandemie eingehalten werden. (Symbolbild)

In den ersten acht Tagen seit dem 19. März 2020 hat die AMKB bereits auf 91 Baustellen im Kanton Basel-Landschaft systematische Hygienekontrollen durchgeführt, während bei etwas mehr als der Hälfte Nachkontrollen aufgrund von Mängeln angesetzt wurden, deklariert der Kanton in einer Mittteilung.

Am 19. März 2020 beauftragte der Vorsteher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD) die von den Sozialpartnern getragene Arbeitsmarktkontrolle für das Baugewerbe (AMKB) mit der Kontrolle über die Einhaltung der Covid-19-Hygiene-Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Am gleichen Tag begann die AMKB mit diesen Kontrollen. Dies meldet der Kanton Basel-Landschaft in einer Mitteilung.

Gleichzeitig intensivierten die Baustellenverantwortlichen aus eigenem Antrieb die Einführung von Hygienemassnahmen auf ihren Baustellen wie die Möglichkeit zum regelmässigen Händewaschen für alle Mitarbeiter auf der Baustelle, die Einhaltung der Abstandsregeln auf der Baustelle selbst, im Pausenbereich wie auch bei Gruppentransporten, die regelmässige Reinigung/Desinfektion der sanitären Einrichtungen und das persönliche Werkzeug. Es zeigt sich, dass die Kontrollen trotz dieser Bemühungen der Baustellenverantwortlichen notwendig sind und Wirkung zeigen: Nach anfänglichen Mängeln bei über der Hälfte der bisher kontrollierten 91 Baustellen im Kanton Basel-Landschaft sind per Ende Woche (Stichtag Freitag, 27. März 2020) deren 66 einwandfrei. Sieben Baustellen waren auch bei der Nachkontrolle nicht auf dem erforderlichen Stand und wurden dem kantonalen Arbeitsinspektorat gemeldet. Dieses wird, sollten die Missstände nicht umgehend behoben werden, weitere Massnahmen wie die temporäre Schliessung der Baustelle bis zur Behebung der Missstände verfügen.

In diesem Kontext erscheinen Aussagen einer Spitzenvertreterin der Gewerkschaft Unia «die Kontrolleure würden Home-Office machen» als völlig unangebracht und als Affront gegenüber den Baustellenverantwortlichen einerseits und den Mitarbeitenden der Kontrollorgane andererseits. In den letzten Tagen wurde zudem festgestellt, dass die Unia selbst so genannte Hygienekontrollen durchführt. Es ist klar festzuhalten, dass sie hierfür nicht befugt ist. Dazu Regierungsrat Thomas Weber: «Durchsichtige verbandspolitische Propaganda hat in der ausserordentlichen Lage keinen Platz. Es geht jetzt um den Schutz der Bevölkerung, und dies mit möglichst wenig Kollateralschaden, und um nichts anderes.» (mgt)

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