Diese Meinung vertrat an der Jahresmitgliederversammlung der «IG Luftverkehr Vereinigung Pro Euro-Airport» deren Präsident, der Basler Anwalt Thomas Burckhardt. Nachdem das Projekt auf französischer Seite jetzt gut vorankomme, dürfe die Schweiz nicht zurückstehen.

Deutschland habe sich mit dem Rückzug der bereits gegeben Beteiligungszusage von zehn Millionen Euro dagegen als «unzuverlässiger Partner» erwiesen. «Es bleibt zu hoffen, dass in einem Jahr dasselbe nicht auch von Frankreich gesagt werden muss», so der Präsident, dem hinsichtlich der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern der Regierungswechsel in Paris Sorge bereitet.

Keine Gedanken müsse man sich dagegen um den Bau einer Parallelpiste in der hauptsächlich beflogenen Nord-Südrichtung machen. Ihn befürworten derzeit weder die IG Luftverkehr noch die Leitung des EAP.

Den jüngst vieldiskutierten «Sachplan Infrastruktur des Bundesamts für Zivilluftfahrt» (SIL) gelte es, als eine raumplanerische Auslegeordnung und Bestandsaufnahme aufgrund von Prognosen der letzten Jahre zu verstehen, so Burckhardt, aber keinesfalls um konkrete Ausbauprojekte. Auch Flughafendirektor Jürg Rämi betonte an der Versammlung nochmals: «Im Moment ist die Kapazität richtig. Es hat auch bei den Pisten noch Reserven.»