«Es soll ein kleines <Unternehmen Mitte>» im Kleinbasel werden» sagt Simon Müller, der dort bald mit seinem Café «Finkmüller» einziehen wird. In der Klybeckstrasse 64/70 wurde bereits am 28. April das Geburtshaus «Matthea» mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht. In der Zwischenzeit ist hier am 5. Mai schon das erste Buschi geboren.

Zu bespielen bleibt das Erdgeschoss, in dem früher die Basler Kantonalbank (BKB) ihre Schalterhalle hatte. Am Samstag wird der Blumenladen «Oh! Blumen» eröffnet. Eigentümerin Bettina Scheer hat sich auf eine Auswahl an frischen Schnittblumen, Zweigen, Ästen und Beeren spezialisiert, die auf die Jahreszeit abgestimmt ist.

Bis vor kurzem war sie in der Mittleren Strasse, wo ihr gekündigt worden war. «Ich probiere, einen bestimmten Stil mit Wiesen- und Gartenblumen zu erreichen. Auffällig ist, dass ich Edelrosen so gut wie gar nicht mehr verkaufe.» An sich wollte sie schon Anfang Mai einziehen, aber es gab bauliche Verzögerungen.

Finkmüller kommt Ende Mai

Voraussichtlich noch eine Woche später wird Müller mit seinem Café/Restaurant aufmachen. Es wird auch ein gemeinsames Einweihungsfest geben; wann steht noch nicht fest. Müller hat ursprünglich mit dem Pressen von Öl begonnen und sich später entschieden, in die Gastronomie einzusteigen. Als Start vermietete ihm der befreundete Gastronom Philipp Fink ein Cafémobil, mit dem Müller in der Markthalle begann. So entstand auch der Name Finkmüller, den er auf das dreirädrige Apé-Piaggo schrieb. «Nur Müller wäre ein wenig kurz», findet er.

Der Gastronom ist ursprünglich Schreiner, 38 Jahre alt und lebt mit seiner Frau und drei Kindern auf einem Bauernhof in Blauen, den er letztes Jahr renoviert hat. Das Klybeck hat er nicht gesucht – es wurde ihm vor anderthalb Jahren vorgeschlagen. «Am wichtigsten ist mir eine schöne Zusammenarbeit», betont er.

Seit sechs Jahren ist er mit einem Café in der Markthalle präsent und seit zwei Jahren in der Güterstrasse, wo auch Pita-Toast, Suppen und Salat angeboten werden. Die Speisen und Öle für die Klybeckstrasse werden in der Güterstrasse produziert. Müller hat auch begonnen, selber Kaffee zu rösten. Im Klybeck kann er eine 170 Quadratmeter grosse Halle mit einem Innenhof bespielen. Ausserdem soll noch ein, von drei Frauen betriebenes, Leder-Atelier einziehen, in denen es auch Finken für Kleinkinder gibt.

Das «Miteinander», das Müller sucht, scheint ihm mit den Initianten von «Matthea», was «göttliches Geschenk» bedeutet, möglich. Das Geburtshaus wurde von zwei Hebammen, der Geburtsvorbereiterin und Therapeutin Raphaela Hasler und einer Anwältin und Notarin gegründet. Hinter dem Projekt steht massgeblich Hasler, die auch im Unternehmen Mitte arbeitet und die Ehefrau des «Tageswoche»-Mit-Initianten Georg Hasler ist. Ihm gehören mit seiner Firma Perennis die BKB-Gebäude. Auf Müller zugekommen ist nicht nur Hasler, sondern auch andere Verantwortliche von «Matthea».