Roche plant im kommenden Jahr einen Tag der offenen Tür mit einer sehr grossen Anzahl von Besuchern. Stimmt das?

Jürg Erismann: Ja, wir planen für Mai 2016 an einem Wochenende Tage der offenen Tür. Sicherlich werden sehr viele Menschen in der Region die einmalige Chance nutzen, um einen Einblick in die faszinierende Roche-Welt zu bekommen, zumal wir die Türen am Standort Basel und auch in Kaiseraugst öffnen.

Was wird gezeigt? Ist der Bau 1, der neue Roche-Turm auch zugänglich?

Ja, der Bau 1 wird an diesem Wochenende auch zugänglich sein. Wir werden aber auch andere Themen zeigen und beispielsweise über unsere umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten hier in Basel und über unsere Produktionsanlagen in Kaiseraugst informieren. Zudem werden wir den Besuchern aufzeigen, wie es mit der Planung und Arealentwicklung in Basel und in Kaiseraugst weitergeht.

Werden wegen des plötzlich erstarkten Frankens Abstriche bei den Investitionen gemacht?

Nein, das gibt es nicht. Vergessen Sie nicht: Wir haben ja schon bei der Ankündigung der Investition klar gesagt, dass die Arealentwicklung ein sehr langfristiger und strategisch wichtiger Schritt ist. Wir erneuern den Standort Basel/Kaiseraugst für die nächsten Jahrzehnte und werden dies nicht von einer kurzen Aufwertung des Frankens abhängig machen. Man muss sehen, dass sich das Verhältnis Franken/Euro auch schon stärker verschoben hat. So etwa von Fr. 1.60 auf Fr. 1.20 für einen Euro in den Jahren 2009 bis 2011. Wir haben auch das gemeistert. In Basel haben wir Tätigkeiten mit sehr hoher Wertschöpfung, grosser Innovationskraft und Produktivität – dies ist nur mit bestens ausgebildeten Mitarbeitenden möglich, die wir hier haben.

Wo stehen Sie beim aktuellen Bauprojekt, dem Bau 1? Gibt es Kosten- oder Terminüberschreitungen?

Wir sind sowohl zeitlich als auch bezüglich des Budgets absolut im Plan. Die Bauhöhe wurde Ende letzten Jahres erreicht, nun arbeiten wir am Innenausbau, der bis zum Herbst abgeschlossen sein wird. Die Einweihung ist für September geplant.

Die internen Lifte laufen schon?

Ja, die sind in Betrieb, auch Lüftung und Heizung laufen bereits in Teilen des Gebäudes.

Wir haben von Anwohnern gehört, die wegen des Schattenwurfs angeblich Schadenersatz fordern.

Bei unseren Projekten richten wir uns streng nach den gesetzlichen Vorschriften. Die Planung der Arealbebauung sieht vor, dass der Schatten der neuen Gebäude mehrheitlich auf unser eigenes Gelände fällt. An den Arealrändern sind relativ niedrige Gebäude geplant.

Haben Sie weitere Anwohnerversammlungen, sind welche geplant?

Wir sind aber laufend im Kontakt mit den Anwohnern und Quartiervereinen, sowohl in Basel wie auch in Kaiseraugst. In Kaiseraugst hatten wir unlängst eine Nachbarschaftsversammlung zur Einweihung unseres neuen Learning Center.