Das Basler Architektenteam Christ & Gantenbein konzipierte den Neubau, der gegenüber dem heutigen Kunstmuseum erstellt wird. Im Erweiterungsbau sind 19 Ausstellungsräume vorgesehen, wie die am Montag präsentierten Pläne zeigen.

Nur noch zwei Untergeschosse

Vorgesehen sind nur noch zwei statt der früher geplanten drei Untergeschosse, sagte Architekt Christoph Gantenbein vor den Medien. Das 2. Untergeschoss ist für die Infrastruktur reserviert. Das 1. Untergeschoss erfuhr derweil markante Änderungen: Nebst einem Ausstellungsraum ist nun ein grosses Foyer vorgesehen. In diesem können sich bis zu 1000 Personen aufhalten.

Im Erdgeschoss wird ein grosser Ausstellungssaal und ein Museumsshop eingerichtet. Die beiden Obergeschosse sind den kleineren Ausstellungsräumen vorbehalten.

Sonderausstellungen auf 8892 Quadratmetern

Das Ticketing wird laut Gantenbein unter die Arkaden des Haupthauses an der Dufourstrasse verlegt. Beide Häuser haben aber eigene Eingänge. Die Besucher können durch einen unterirdischen Verbindungstrakt in beide Gebäude gelangen.

Im Neubau, der über eine Nettogeschossfläche von 8892 Quadratmetern verfügt, werden vor allem Sonderausstellungen gezeigt. Räume für die Sammlung sind aber auch vorgesehen. Laut Museumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi werden Werke, die nach 1950 entstanden sind, im Neubau gezeigt.

Eröffnung voraussichtlich 2016

Die Planung sieht vor, dass ab Juni 2012 das alte Gebäude an der Dufourstrasse abgerissen wird. Danach wird der Rohbau erstellt. Die Inbetriebnahme des Neubaus ist für 2015 vorgesehen und die Eröffnung des Hauses für 2016.

Finanziert wird der Neubau von der Laurenz-Stiftung, hinter der die Mäzenin Maja Oeri steht, sowie vom Kanton Basel-Stadt. Beide steuern je 50 Mio. Fr. bei. Maja Oeri schenkte dem Kanton zuvor bereits 20 Mio. Fr. für den Grundstückserwerb.

Betreibskosten werden nochmals verifiziert

Die zusätzlichen Betriebskosten von jährlich 4,8 Mio. Fr. übernimmt zum Teil der Kanton: Das Kunstmuseum geht davon aus, dass dieser Staatsbeitrag auf 2,3 Mio. Fr. erhöht wird, sagte Stefan Charles, seit zwei Monaten kaufmännischer Direktor des Kunstmuseums.

Den Restbetrag soll die Stiftung für das Kunstmuseum Basel beisteuern. Das sei eine grosse Herausforderung, «weshalb 2012 und 2013 die Betriebskosten nochmals verifiziert werden», sagte Charles. (sda)