Kontrollen
Immer mehr Lohndumping auf Basler Baustellen

Lohn- und Sozialdumping sind auf Basler Baustellen weiterhin gäng und gäbe: Bei den 702 Baustellenkontrollen, die der Verein BASKO letztes Jahr durchführte, gab es in 407 Fällen Beanstandungen. Damit stieg die Verfehlungsquote von 53 auf 58 Prozent.

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Lohndumping auf Basler Baustellen nimmt zu

Lohndumping auf Basler Baustellen nimmt zu

Keystone

Dieser Wert sei «alarmierend» hielt der Verein Baustellenkontrolle Basel (BASKO) in einer Mitteilung vom Mittwoch fest. Zum Teil seien «massive Unregelmässigkeiten» festgestellt worden. Die BASKO führt die Kontrollen im Auftrag aller Paritätischen Kommission des Basler Bauhaupt- und Nebengewerbes durch.

Die BASKO hat 2010 ihre Tätigkeit intensiviert und 295 Baustellenkontrollen mehr durchgeführt als im Vorjahr. Unter die Lupe genommen wurden 1435 (Vorjahr: 895) Arbeitnehmer. Davon waren 1259 (730) entsandte Ausländer und 176 (165) Schweizer Arbeitnehmer.

Zu tiefe Löhne

Häufigste Verfehlungen waren wiederum zu tiefe Löhne, unkorrekte 13. Monatslöhne, zu lange Arbeitszeiten, unterlassene Meldungen sowie unsaubere Spesen. Weiterhin nicht selten habe es Stundenlöhne von 6 bis 8 Euro gegeben - Spesen, Ferienentschädigungen sowie Jahresendentschädigungen eingeschlossen. Und dies alles bei Wochenarbeitszeiten von 62 Stunden und mehr, so die BASKO.

Die BASKO führte im vergangenen Jahr neben den Baustellen- auch 193 (137) Lohnbuchkontrollen durch. Erfasst wurden dabei 972 (975) Mitarbeitende von ausländischen und inländischen Firmen. In 272 Fällen wurden die Mindestlöhne unterschritten. Oft wurden auch die Vollzugskosten nicht bezahlt und die Höchstarbeitszeit überschritten.