Gassenarbeit

Immer mehr Obdachlose leben auf Basels Strassen

Obdachlos: Daheim, wo niemand bleibt.

Obdachlos: Daheim, wo niemand bleibt.

Dieses Jahr hat sich die Anzahl der Leute, die beim Gassenverein «Schwarzer Peter» das Angebot einer Postadressen in Anspruch nehmen, verdreifacht. Dieser Anstieg hängt mit der immer grösser werdenden Wohnungsnot zusammen.

Es gibt mehr Obdachlose in der Schweiz, als die meisten glauben. Eine Studie des Bundesamts für Statistik zeigt, dass jeder 13. Schweizer als arm gilt. Viele Leute können sich ihren Lebensunterhalt nicht mehr leisten. Die meisten müssen aus ihren Wohnungen ausziehen, weil die Mieten zu teuer sind. Wohnungen für Leute die finanziell schlecht da stehen, gibt es zu wenige.

Immer mehr Personen in Basel haben keinen festen Wohnsitz. Seit sechs Jahren bietet der Verein für Gassenarbeit «Schwarzer Peter» Obdachlosen und Leuten ohne festen Wohnsitz eine Postadresse an. Diese dürfen sie ein halbes Jahr lang behalten.

Die Wohnungsnot ist auch für den Verein deutlich spürbar, da immer mehr Menschen das Angebot einer Postadressen annehmen. 2010 nahmen 100 Leute dieses Angebot in Anspruch. Dieses Jahr sind es 280 bis 290 - also fast dreimal so viel, wie vor vier Jahren. (ska)

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