Basel

Immer mehr Strafverfahren gegen Basler Polizisten

Mehr Verfahren gegen Basler Polizeibeamte (Symbolbild)

Mehr Verfahren gegen Basler Polizeibeamte (Symbolbild)

In den vergangenen fünf Jahren ist es in Basel-Stadt zu zehn rechtskräftigen Urteilen gegen Ordnungshüter gekommen. Seit 2009 wurden insgesamt hundert Strafverfahren gegen Polizisten eröffnet.

Die Zahl der Strafverfahren, die gegen Basler Polizisten eröffnet werden, nimmt deutlich zu. Wie die „Schweiz am Sonntag" mit Berufung auf eine Zusammenstellung der Basler Staatsanwaltschaft berichtet, wurden zwischen 2009 und 2013 insgesamt hundert Strafverfahren eröffnet.

Rund die Hälfte der Fälle erledigten sich von selbst, da sich die Anzeigen als haltlos erwiesen. Weitere Fälle endeten mit Freisprüchen. Diese Woche wurde etwa bekannt, dass ein Basler Polizist vom Bundesgericht vom Vorwurf entlastet wurde, er habe bei einer Verhaftung eines mutmasslichen Diebs durch seine Beschimpfung gegen die Antirassismus-Strafnorm verstossen. In einem bisher unbekannten Fall wurden zwei Polizisten Anfang Jahr freigesprochen, die des mehrfachen Amtsmissbrauchs, der einfachen Körperverletzung, der Unterlassung der Nothilfe sowie der Urkundenfälschung beschuldigt wurden.

Wie die „Schweiz am Sonntag" schreibt, endeten jedoch zehn Fälle mit einem rechtskrätigen Urteil gegen Basler Polizisten. Vier Urteile erfolgten alleine im Jahr 2013. Dies wiederspiegelt die Tatsache, dass die Fälle, in denen gegen Basler Polizisten ermitteln wird, stark zunehmen. Waren es 2009 zehn Verfahren, so steigerte sich die Fallzahl im Jahr 2013 auf 32. Derzeit sind noch 28 Verfahren hängig.

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