Den anhaltenden Velo-Boom versteht das baselstädtische Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) gemäss seiner Mitteilung als Auftrag, die Velo-Infrastruktur laufend zu optimieren. Das Umsteigen aufs Velo entlaste die Strassen und fördere die Lebensqualität.

Nachgelassen hat derweil der Fussverkehr, dies um zwei Punkte - auf 102 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2010. Der ÖV verzeichnete das dritte Jahr in Folge einen Rückgang.

Als Gründe für die ÖV-Baisse nennt das BVD hinderliche Baustellen und Konkurrenz durch Velos, insbesondere E-Bikes, sowie erhöhte Tarife. Wer das Abo nur innerhalb der Stadt nutze, bezahle in Basel relativ viel – die Aboverkäufe sanken namentlich in der Stadt. Man arbeite daher nun an Massnahmen zur Attraktivitätssteigerung.

Beim MIV nur auf den Stadtstrassen, also ohne Autobahnen, betrug der Rückgang innert Jahresfrist einen Punkt. Gegenüber 2010 hat der städtische Autoverkehr kumulierte sechs Prozent abgenommen, der ÖV aber sieben Prozent zugenommen. Indes ist so die per Volksentscheid 2010 (Gegenvorschlag Städteinitiative) vorgegebene Reduktion des Stadt-MIV um zehn Prozent bis 2020 noch nicht erfüllt.

Erstmals seit längerem liess der Verkehr auf den Basler Abschnitten der Hochleistungsstrassen leicht nach, und zwar um einen Punkt im 2018. Auf den Autobahnen – für die der Bund verantwortlich ist - nahm der Verkehr dennoch seit 2010 um kumulierte 10 Prozentpunkte zu.

Die Verkehrsdaten werden mittels automatischer Zählstellen an der Fahrbahn erhoben. Auf Basler Strassen sind das rund 35 Zähler, auf Velospuren rund 20. Weil der Veloverkehr erfahrungsgemäss stärkeren wetterbedingten Schwankungen ausgesetzt ist als ÖV und MIV, wird der Effekt im Index herausgerechnet.