Prostitution
In Basel-Stadt hat die Zahl der Prostituierten deutlich zugenommen

Die Zahl der Prostituierten ist in Basel-Stadt seit 2008 massiv gestiegen. Wegen der Personenfreizügigkeit hat sich ihre Zahl auf über 3000 verdoppelt.

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In Basel-Stadt hat sich die Zahl der Prostituierten seit 2008 fast verdoppelt. (Symbolbild)

In Basel-Stadt hat sich die Zahl der Prostituierten seit 2008 fast verdoppelt. (Symbolbild)

Keystone

Die Zahl der Prostituierten hat sich in Basel-Stadt zwischen 2008 und 2012 fast verdoppelt. Waren es vor fünf Jahren noch rund 1700, so zählte man 2012 über 3200. Dies hält ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht des Regierungsrates fest. Grund für die Zunahme ist die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf 8 osteuropäische EU-Staaten. Die Prostituierten dürfen ohne Bewilligung für 90 Tage einreisen. Sie müssen sich nur bei den Behörden melden. «Die Mehrheit der Frauen, die im Rahmen des Meldeverfahrens in Basel anschaffen, stammt zurzeit aus Ungarn» sagt Martin Schütz, Mediensprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements, gegenüber der «Basler Zeitung».

Die grosse Konkurrenz auf dem Markt drückt zunehmend den Preis: «Es gibt heute Angebote um 50 Franken. Im Vergleich zu früheren Jahren ist das sehr tief», gibt Schütz der «BaZ» zur Auskunft.

Die Zahl der Etablissment ist hingegen konstant, wie es im Bericht des Regierungsrats heisst. Auch hat der Anstieg der Prostitution nicht zu erhöhter Lärmbelastung geführt.