19'819 Besucherinnen und Besucher seien im vergangenen Jahr in den beiden Recyclingparks gezählt worden, teilte das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt am Freitag mit. Das sind 44 Prozent mehr als im Vorjahr. Angeliefert wurden 1022 Tonnen Abfälle, rund 62 Prozent mehr als 2010.

Rund 230 Tonnen der Sperrgutabfälle wurden von Privaten abgegeben. Dabei haben die Recyclingparks 4309 Gratis-Sperrgutvignetten entgegen genommen, die nach dem Ende der Gratis-Abfuhr eingeführt worden waren. Das entspricht einer geschätzten Menge von 86 Tonnen oder etwa einem Drittel der von Privaten abgegebenen Menge.

Hauskehricht-Mengen unverändert

Nicht bestimmen lässt sich laut der Mitteilung, wieviel Abfall mit den Gratis-Sperrgutvignetten über die normale Kehrichtabfuhr entsorgt wurde. Allerdings hätten sich die Abfallmengen beim Hauskehricht seit Einführung dieser Vignetten nicht merklich verändert.

Ende 2010 hatte die Basler Regierung einen zweijährigen Pilotversuch mit kostenloser Sperrgutabfuhr eingestellt. Die Ziele - die Verminderung «wilder» Deponien - war nicht erreicht worden; vielmehr gab es noch mehr solcher Deponien, und an den Abfuhrtagen verschlechterte sich jeweils die Stadtsauberkeit.

Statt der Gratis-Abfuhr wurden Anfang 2011 Gratis-Sperrgutvignetten eingeführt. Damit können zweimal pro Jahr zehn Kilo Sperrgut gratis der Kehrichtabfuhr mitgegeben oder die doppelte Menge in den Recyclingparks abgeliefert werden.

Immer noch viele illegale Deponien

Auch so bliebe die illegale Abfallablagerung in Basel aber «auf hohem Niveau», heisst es weiter: Eine Verbesserung sei nicht zu erkennen. Nicht zuletzt darum habe die Regierung schon früher neue Ordnungsbussen geschaffen und dem Amt für Umwelt und Energie (AUE) die Bussenkompetenz neben der Polizei erteilt.